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Lintorfer TC hofft auf den Derbysieg

Lokalsport: Lintorfer TC hofft auf den Derbysieg
Franziska Etzel und ihre Kolleginnen vom TuS Lintorf wollen den ersten Zweitliga-Sieg einfahren. FOTO: Blazy
Ratingen. Der Tennis-Zweitligist muss am Wochenende in Aachen und gegen Düsseldorf antreten. Wenigstens ein Sieg soll her. Von Nils Jewko

Für viele Sportler, Trainer oder Manager ist das Duell gegen den direkten Nachbarn ein besonderes Spiel, oft sogar das Highlight der Saison. Manfred Büth kann mit dem Wort "Derby" hingegen nicht viel anfangen. Trotz der räumlichen Nähe zwischen seinem Lintorfer TC (LTC) und dem Rochusclub aus Düsseldorf spricht der Damen-Teamchef nicht von einer besonderes Rivalität oder einem ausgeprägten Konkurrenzdenken. Die emotionale Bedeutung des zweiten Heimspiels in der Zweiten Damen-Tennisbundesliga stellt Büth damit in den Hintergrund - ganz im Gegensatz zum sportlichen Stellenwert der Partie am Pfingstmontag (ab 11 Uhr). "Es ist eine spezielle Begegnung, weil die vermeintlich schwächeren und gegen den Abstieg spielenden Teams der Liga aufeinandertreffen", erklärt der Ehrenvorsitzende des LTC.

Mit anderen Worten gilt: Verlieren ist absolut verboten. Schließlich sind beide Mannschaften mit einer deutlichen Niederlage gegen den Braunschweiger THC in die Saison gestartet und ein weiterer Rückschlag gegen einen direkten Konkurrenten würde auf dem Weg zum Klassenerhalt einem herben Dämpfer gleichkommen. "Es wird wohl eine Partie auf Augenhöhe werden. Wenn der Rochusclub allerdings mit der Aufstellung aus dem Spiel in Braunschweig antritt, haben wir gute Karten", sagt Büth über die Düsseldorfer, die bei ihrem Auswärtsspiel in Niedersachsen auf ihre Topspielerinnen verzichtet haben.

Mit weniger Zuversicht reist der LTC dagegen nach Aachen. Morgen (ab 12 Uhr) steht beim TK Blau-Weiß, der durch die Grenznähe auf eine belgisch-niederländische Achse baut, das zweite Saisonspiel gegen den nächsten Liga-Favoriten auf dem Programm. "Dort gibt es für uns sehr wahrscheinlich nichts zu holen. In Aachen hängen die Trauben sehr hoch und daher wird es für uns vorrangig darum gehen, nicht zu hoch zu verlieren", erklärt Büth.

Durch einzelne Punktgewinne das nötige Selbstvertrauen für das Derby tanken, heißt also die Devise für Sarah Gronert, Franziska Etzel, Daniela Kalthoff, Laura Heinrichs, Emelie Luisa Schwarte und Sarah Krohnen-Dauser. Eine Garantie, dass die Top sechs der Lintorfer auch gegen den Rochusclub zum Tennisschläger greifen wird, will Büth allerdings nicht ausstellen. "Es kann immer passieren, dass eine Spielerin schwächelt, sich nicht wohlfühlt oder sich verletzt", sagt der Teamchef.

Zumal mit Lisa Krohnen-Dauser und Ina-Patricia Zimmermann zwei weitere Spielerinnen aus hinteren Bereichen der Mannschaftsaufstellung auf ihren Einsatz drängen. "Sie sind ungeduldig und haben sich etwas über ihre Einsätze beklagt. Aber im Tennis gibt es nicht umsonst eine Setzliste", sagt Büth.

Es sind kleine Störgeräusche, die womöglich aber auch den Stellenwert des Derbys für die Spielerinnen unterstreichen.

Quelle: RP
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