| 00.00 Uhr

Lokalsport
Lintorfs Handballer müssen sich an die Oberliga gewöhnen

Lokalsport: Lintorfs Handballer müssen sich an die Oberliga gewöhnen
Die Lintorfer Abwehr, hier im Duell mit Haans Moriz Blau, muss noch kräftiger zupacken, um in der Oberliga zu bestehen. FOTO: Olaf Staschik
Ratingen. In der neuen Spielklasse wird rauer gespielt als zuvor. Angermund spielt bei Mettmann-Sport, die SG II steht vor dem Spitzenspiel.

Uli Richter kennt eigentlich alle gegnerischen Mannschaften wie seine Westentasche. Schließlich ist der Handballtrainer des TV Angermund auch als Schiedsrichter im Dauereinsatz. Aber eine Mannschaft kennt er besonders gut, nämlich die von Mettmann Sport. Und das ist der Oberliga-Gegner am Samstag (18.30 Uhr) im Mettmanner Herrenhaus. ME-Sport hat die beiden Auftaktspiele gewonnen und demonstrierte zuletzt in Lintorf eindrucksvoll, wozu die Truppe von Trainer Jürgen Tiedermann in der Lage ist. "Mettmann ist die vielleicht stärkste Mannschaft der Liga", meint Richter. "Aber wir fahren entspannt dort hin. Wir dürfen uns nicht von deren wuchtigen Rückraum-Angriffen überrollen lassen, auch auf den Seiten genau aufpassen und dann dafür sorgen, dass Mettmanns stabile Abwehr viel Bewegung leisten muss." Klingt gut, Ängstlichkeit hört sich anders an. Zudem wurde beim Saisonstart in Wesel aufgedeckt, dass seine TVA-Truppe auch in fremden Hallen mächtig auftrumpfen kann. Linkshänder Raffael Winter fällt beruflich bedingt aus.

Lintorfs Manager Kalle Töpfer hat zusammen mit Trainer Christian Beckers nachgedacht über die hohe Heimniederlage gegen Mettmann Sport. "Wir spielen nicht mehr in der Verbandsliga", so Töpfer. "In der Oberliga geht es erheblich härter zur Sache, dort herrschen ganz andere Sitten. Auch in Lobberich bekommen wir das zu spüren." Gespielt wird beim Alt-Oberligist TV Lobberich in der Werner-Jäger-Sporthalle Nettetal. Eine weite Anfahrt, aber am Samstagabend ist die Autobahn leer. Hier gelten keine Ausreden, beide Mannschaften haben 2:2-Punkte. Die Lintorfer sorgen sich um ihren Linkshänder Christoph Lesch, der wegen seiner Rückenprobleme vielleicht sogar länger pausieren muss.

Der glänzend gestartete Verbandsligist TV Ratingen ist am Samstag (18 Uhr) am heimischen Europaring klarer Favorit gegen den HSV Dümpten. Trainer Ralf Trimborn konnte die Mülheimer zuletzt gegen den LTV Wuppertal beobachten (27:35-Heimniederlage), meint aber, dass dies wenig Aussagekraft besitzt: "Es lief unglücklich für Dümpten. Dort spielen gute Handballer. Da wird uns nichts geschenkt." So traf der Ex-Ratinger Nico Helfrich auf der rechten Seite zuletzt zehn Mal, die Rückraum-Schützen Philipp Peich und Feit Wrobel konnten Trimborn ebenfalls imponieren. Dennoch, der TV-Coach brachte seine Truppe in der Vorbereitung in eine gute Verfassung und dies soll nun nach den beiden Kantersiegen zum Auftakt und der Tabellenführung bestätigt werden.

Ein Topspiel in der Landesliga steht am Sonntagabend (18.20 Uhr) an der nahen Graf-Recke-Straße im Düsseltal an. Gastgeber ART 77/90 II und die SG Ratingen II haben beide ihre Auftaktspiele gewonnen, die Ratinger als Aufsteiger sogar hoch, und so soll sich zeigen, wer in der Region stärker ist. Die ART-Reserve, Vierter der letzten Landesliga-Spielzeit, hat saisonübergreifend 16 Pflichtspielsiege gelandet und ist ganz klar der schwerste Ratinger Gegner bisher. "Auf dieses Derby freuen wir uns alle", sagt SG-Sprecher Marc Steppke. "Da gibt es keinen Favoriten. Die Tagesform wird entscheiden." Und ganz wichtig wird sein, wie die SG-Mannschaft von Trainer Leszek Hoft mit dem ART-Torjäger Steffen Neukirchen klarkommt. Der spielte in der Jugend beim TV Angermund.

(wm)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Lintorfs Handballer müssen sich an die Oberliga gewöhnen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.