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Lokalsport
Mangelhafte Einstellung: SG verliert gegen den Drittletzten

Ratingen. Der Handball-Drittligist findet gegen Gummersbach/Derschlag II nie ins Spiel und verliert verdient 34:36. Von André Schahidi

Laut geworden ist Simon Breuer nicht. "Es ist kurz vor dem Ende der Saison, ich stand selber mit auf dem Feld - und es ist auch nicht meine Art", sagte der Spielertrainer der SG Ratingen nach dem 34:36 (12:17) bei der Zweitvertretung aus Gummersbach/Derschlag. Wer ihm aber zuhörte, merkte genau, dass Breuer alles andere als zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft war. "Wir haben nie ins Spiel gefunden und die nötige Einstellung vermissen lassen", sagte Breuer.

Es ging schon denkbar schlecht los. Nach dem 1:1 setzte sich der Drittletzte, der um seine letzte Chance im Kampf gegen den Abstieg spielte, mit 1:4 ab. "Wir haben die ganze Zeit zurückgelegen, sind nie ins Spiel gekommen", sagte Breuer. "Erst nach 15, 20 Minuten wurde es ein kleines Bisschen besser." Da betrug der Rückstand aber schon sechs Treffer. Nach der Pause kämpfte sich die SG wieder zurück in die Partie, kam auf einen Treffer heran. Dann kassierte das Löwenrudel aber in einer Unterzahl gleich drei Treffer - und der Gegner zog wieder davon.

Zu allem Überfluss kassierte Damian Janus eine Viertelstunde vor dem Ende seine dritte Zeitstrafe und sah damit die Rote Karte. "Das war überflüssig, weil zwei der drei Strafen für mich keine waren", sagte Breuer. Ohne den Abwehrchef konnte die SG die Defensive noch weniger zusammenhalten als vorher. "Insgesamt war das in der Abwehr nichts", sagte Breuer. "Wir haben 34 Tore erzielt, das ist uns in der Saison nur zwei, drei Mal gelungen. Aber 36 Gegentreffer gegen so eine Mannschaft sind einfach zu viel." Vor allem über die zweite Welle kam Gummersbach/Derschlag zu vielen einfachen Toren.

Positivster Aspekt für die Ratinger war wohl das Debüt des polnischen Neulings Mateusz Dobrolowicz, der auch gleich sein erstes Tor im Löwen-Trikot erzielte. "Es ist gut, dass er noch mitspielen kann, so kann er sich im Hinblick auf die kommende Saison integrieren", erklärte Breuer. Aber auch Dobrolowicz hatte es schwer - er ist normalerweise derjenige, der sich gegen eine massierte Abwehr durchsetzen kann. "Nur gab es in diesem Spiel auf beiden Seiten quasi keine Abwehr. Da ist es nicht einfach für ihn." Breuer will den Zugang in den letzten Spielen der Saison noch ein wenig einsetzen. "Aber erstmal muss er sich mit Job und der Sprache hier zurechtfinden", sagte der Coach.

In der Tabelle rutscht die SG durch die Niederlage zwei Spieltage vor dem Saisonende wieder auf den zehnten Rang ab - einen Platz über der laut Fünfjahresplan zu erreichenden Platzierung. Nächsten Samstag geht es gegen die HSG Krefeld.

Quelle: RP
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