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Lokalsport
Neuer Außen der SG freut sich auf Lehrjahr

Ratingen. Lennard Maesch kommt vom Verbandsligisten TB Wülfrath - und ist ein Linkshänder. Von André Schahidi

Wenn die Tatsache, dass jemand Linkshänder ist, ein gewichtiges Einstellungskriterium ist, dann kann es sich (fast) nur um Handball handeln. Wenn dann eine Mannschaft fast verzweifelt ein solch "seltenes" Exemplar sucht - dann ist die Freude, wenn ein Linkshänder gefunden wird, um so größer. So auch bei Lennard Maesch, der in der kommenden Saison bei der SG Ratingen die Rechtsaußenposition besetzen wird.

Der Linkshänder kommt vom TB Wülfrath aus der Verbandsliga. Ein großer Sprung, sollte man meinen. "Ich habe schon einmal eine Liga übersprungen", sagt der 21-Jährige. "Damals bin ich vom HSV Wuppertal aus der Bezirksliga nach Wermelskirchen in die Verbandsliga gegangen." Nun spielt der Wuppertaler in Wülfrath. Und präsentiert sich beim Abstiegskandidaten mit im Schnitt fünf Toren pro Partie überzeugend. "Es läuft nicht sehr gut bei uns, aber ich spiele durch", sagt Maesch. Das erwartet er beim Löwenrudel nicht unbedingt. Zumal er in doch durchaus große Fußstapfen treten wird, die Mike Schulz hinterlässt. Der Rechtsaußen, der auch schon Erste Liga spielte, wird die SG zum Saisonende verlassen. "Ich traue mir die Dritte Liga zu", sagt Maesch.

Dabei weiß er noch gar nicht so recht, was ihn erwartet. Denn die Mannschaft des Drittligisten befindet sich im Umbruch - ein zweiter Rechtsaußen wird noch gesucht. Ob der nun auch ein "junger Wilder" oder ein eher gestandener Mann wird, ist noch unklar. Davon hängt aber maßgeblich die Einsatzzeit Maeschs ab. "Ich sehe das aber entspannt", sagt der. "Ich kann doch nur gewinnen. Entweder kommt einer, der mit mir auf Augenhöhe ist. Da werde ich mehr spielen. Oder es kommt ein richtig Guter, von dem ich lernen kann."

Überhaupt hat Maesch seinen Gehversuch in der Dritten Liga bereits vorab unter "Lernen" abgespeichert. "Ich bin 21, will mich weiterentwickeln", betont er. Sein Vertrag läuft nur eine Saison. Bewusst. "Beide Seiten wollen erstmal gucken, wie es läuft", sagt Maesch. "Und im Sommer nächsten Jahres bin ich mit meinem Maschinenbau-Studium in Aachen fertig. Wohin es mich danach verschlägt, weiß ich noch nicht. Von daher ist ein Jahr genau richtig."

Bastian Schlierkamp ist von seinem Zugang überzeugt. "Er ist jung, ehrgeizig und lernwillig - passt also voll in unser Konzept. Da macht es auch nichts aus, dass er aus der Verbandsliga zu uns wechselt", betont der Manager. "Denn einerseits bringt er großes Entwicklungspotenzial mit und andererseits haben wir bewiesen, dass wir Spieler aus unteren Ligen gut einbinden und entwickeln können." Ein wenig eingebunden hat sich Maesch schon jetzt: Er hat sich mit David Ferne, dem zweiten Neuen, der ebenfalls aus Wuppertal kommt, auf eine Fahrgemeinschaft zu Training und Spielen geeinigt.

Quelle: RP
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