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Lokalsport
Nordrhein-Liga ist das Ziel der jungen Löwen

Ratingen. Theoretisch kann sich der Oberliga-Tabellenführer für die Bundesliga qualifizieren. Davon will er noch nichts wissen. Von Werner Möller

Die SG Ratingen stellt auch in dieser Handballsaison wieder eine starke A-Jugend. Die Mannschaft des Trainergespanns Ettiene Mensger und Lino Glöckler ist nach zwei Rückrunden-Spieltagen unbesiegter Verbandsliga-Tabellenführer (höchste Spielklasse am Niederrhein) und alles deutet darauf hin, dass es ab März des kommenden Jahres in die Qualifikation der neuen Nordrhein-Liga geht. Mittelrhein und Niederrhein gehen dann mit ihren stärksten Mannschaften zusammen - und dort wollen die Ratinger unbedingt dabei sein.

Mit komfortablen sieben Punkten Vorsprung geht es für die Rot-Weißen in die letzten sieben Spiele. Da in der Hinrunde mit der TG Cronenberg beim Auftakt (22:22) und daheim TuS Wermelskirchen (8. Spieltag/ 32:32-Endstand) nur zwei Mannschaften gefährlich werden konnten, darf die SG Ratingen als Topfavorit angesehen werden. Sie könnte theoretisch im Frühjahr sogar um den Bundesliga-Aufstieg mitspielen. Aber davon will Ettiene Mensger nichts wissen. "Die neue Nordrhein-Liga ist unser Ziel. Das zu erreichen wird schwer genug. Bundesliga ist erst einmal nur Träumerei." Er selbst war vor einigen Jahren als Linkshänder dabei, als er der Ratinger Mannschaft angehörte, die in der Bundesliga oben mitmischte. Jetzt spielt er aktiv mit Adler Königshof in der Oberliga (Platz zehn), er studiert Lehramt, will also irgendwann Lehrer werden.

Zweiter Trainer, ihm aber gleichgestellt, ist Lino Glöckler. Der spielt bei der SG in der 2. Mannschaft, die ist Bezirksliga-Spitzenreiter, hat alle zehn Spiele bisher gewonnen. Beratend steht den beiden der erfahrene Leszek Hoft zur Seite. "Ein wichtiger Mann für uns", so Mensger. "Wenn wir etwas im Handballbereich erfahren wollen, von seinem endlosen Wissen kann man einfach nur profitieren." Es gibt nur wenige Handballvereine, die einen solchen Fachmann in ihren Reihen haben. Zumal Hoft den Nachwuchs auch konsequent in die zweite Mannschaft des Vereins einbaut. Mit Erfolg: Der Nachwuchs erzielt bereits jetzt fast die Hälfte die Tore der SG II.

Elf Feldspieler und zwei Torleute umfasst der A-Jugend-Kader. Das sind für Halblinks Nils Holtmann und Patrick Achenbach; Mitte spielt Bastian Lindner; dann Halbrechts der Linkshänder Jan Austermühl und Rechtshänder Clemens Opitz; Rechtsaußen ist der Linkshänder Tim Zeidler; Linksaußen Maik Ditzhaus und Yannik Nitzschmann; Kreis Martin Herzog, Felix Passlick und Sven Michael. Bastian Lindner, Jan Austermühl und Torwart Max Scholz müssen nach dieser Saison hoch zu den Senioren. Es gilt also, Ersatz zu suchen. Der fehlt in den eigenen Reihen, da es keine weiteren Jugendmannschaften gibt. Acht Spieler und Torwart Leo Loose, zugleich der Kapitän, bleiben dabei. "Die Suche nach Zugängen, drei Neue sollten es sein, hat längst begonnen", sagt Mensger. "Wir haben uns einige Spieler angeschaut. Jetzt müssen wir abwarten, wen wir wirklich gebrauchen können."

Die weitere Rückrunde wird eingeläutet mit dem Heimspiel gegen HSG Uerdingen (9. Januar, 16.15 Uhr, Gothaer Straße). Ende und wahrscheinlicher Meisterjubel ist am 27. Februar mit dem Heimspiel gegen TSG Radevormwald (14 Uhr, Gothaer Straße).

Quelle: RP
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