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Lokalsport
Peter Köppen führt 04/19 II zur Kreisliga-Spitze

Ratingen. Der neue Trainer ist Zweiter mit der Reserve des Oberliga-Teams. Mittelfristig soll der Aufstieg gelingen. Von Werner Möller

Bezirksliga? So hoch spielte Ratingen 04/19 II, die Reservemannschaft des RSV, in seiner langen Vereinsgeschichte noch nie. Aber Andre Schulz, Team-Manager und Urgestein der Blau-Gelben, der rund um die Uhr für den Verein im Einsatz ist und für den die Reserve ein besonderes Steckenpferd bedeutet, der ist ungebrochen ehrgeizig. Der 50-Jährige, zugleich auch Jugendleiter und seit Neuestem auch im geschäftsführenden Vorstand, hat schon viel bewegt, aber dieses eine Ziel, Meister der Kreisliga A und Bezirksliga-Aufstieg, das fehlt in seiner Titel-Sammlung.

Wenn da nicht Tusa 06 wäre. Der Tabellenführer der Kreisliga A (33 Punkte) hat sich eingangs der Winterpause einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Dann kommen seine engsten Verfolger, der ASV Tiefenbroich und Ratingen 04/19 II, die beide 27 Punkte vorweisen. Das verspricht eine ganz heiße Rückrunde. Alle wollen Meister werden und Agon 08, der Geheimfavorit und Tabellenvierte (25 Punkte), bestimmt auch.

04/19-Coach Peter Köppen hat schon viel erlebt im Fußball, seit dem Sommer ist er im Amt, er fühlt sich wohl am Götschenbeck. "Hier wird auch im Nachwuchsbereich vorzüglich gearbeitet", sagt der 55-Jährige. "Es gibt kein Gegeneinander, nur ein Miteinander. Darin liegt unser Erfolgsgeheimnis." Andre Schulz legt immer allergrößten Wert darauf, dass der Kader mit Spielern aus den eigenen Reihen bestückt ist. Das soll auch langfristig in der ersten Mannschaft so sein - doch auch dafür wäre der Aufstieg der "Zwoten" zwingend notwendig. Man sucht also nach Fußballern aus den eigenen Reihen. Das trifft auch auf Jens Kampen zu, den Co-Trainer. Fünf Spieler des aktuellen Kaders sind erst 19 Jahre alt: Florian Gnida, Marcel Schröder, Leon Liescher, Raul Lucas und Yildiray Yarar. Und der Stürmer Marco Borchert ist auch erst 20. Also eine junge Truppe, die der Manager im Sommer zusammen mit dem Trainerstab erstellen konnte. Kris Leipzig, der den Sprung ins Oberliga-Team nie richtig geschafft hat und dieses Ziel mit seinen nun 24 Jahren wohl aufgibt, ist mit sechs Toren der beste Torschütze vor Florian Stoll.

Die Stärke dieser weiter entwicklungsfähigen Mannschaft sind die Auswärtsspiele. Sieben Mal ging es in der Hinrunde auf fremde Plätze, sechs Siege wurden geholt. Nur bei Tusa 06 gab es beim 1:2 den einzigen Auswärtsverlust. Peter Köppen übte ständig schnelles Offensivspiel, die dazu nötigen Renner sind schließlich vorhanden, allen voran Kris Leipzig. Und die nötigen Räume ergeben sich in der Regel erheblich öfter auf fremden Plätzen. Aber auch daheim läuft es nun ordentlich. Die letzten drei Heimspiele brachten sieben Punkte, auch das trug dazu bei, dass man die derzeitige Lauerstellung als vorzüglich bezeichnen muss.

Quelle: RP
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