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Pokal-Finalturnier steigt in Angermund

Lokalsport: Pokal-Finalturnier steigt in Angermund
Florian Hasselbach und der TV Angermund wollen den Heimvorteil beim Pokalturnier nutzen. FOTO: Blazy
Angermund. Am Sonntag treffen SG Ratingen, TV Ratingen, TV Angermund und HSG Gerresheim aufeinander. Von Werner Möller

Der Handball-Kreis Düsseldorf hat größte Freude daran gefunden, die Kreispokal-Finalspiele hier im Angerland austragen zu lassen. Weder am Europaring mit TV Ratingen als Veranstalter noch in Lintorf im letzten Jahr, wo der TuS 08 der souveräne Ausrichter war, gab es Beanstandungen. Im Gegenteil, die vier teilnehmenden Vereine waren alle hellauf begeistert über die Abläufe und am Sonntag geht es nach Angermund. Der TV Ratingen, zuletzt 40:36-Finalsieger über den TuS Lintorf, ist Titelverteidiger.

Die beiden Halbfinalspiele gehen über zweimal 20 Minuten. Da tritt zunächst der Regionalligist SG Ratingen auf den großen Lokalrivalen TV Ratingen (11.30 Uhr). Da ist schon Zündstoff geboten, auch wenn die SG mit einer verstärkten Reserve antritt. Denn das Regionalliga-Team ist den gesamten Januar über vom Spielbetrieb befreit. Ihr Nationalspieler Ace Jonovski (37) ist für sein Heimatland Mazedonien bei der Europameisterschaft in Kroatien im Einsatz und daher entsteht die Spielpause. Aber der Chef Bastian Schlierkamp, der gegenwärtig noch mit seiner Familie im Holland-Urlaub weilt (in Zeeland) und am Samstag die Heimfahrt antritt, der verspricht: "Wir kommen mit einer guten Mannschaft nach Angermund." Vielleicht spielt er selbst auch mit nach monatelanger Zwangspause (Schulterverletzung). Im Schwerpunkt werden jedenfalls die Schützlinge von Trainer Leszek Hoft auflaufen (Verbandsliga-Achter), es fehlt nur der Urlauber Salim Bakhsh. Schlierkamp: "Es ist gut möglich, dass ein paar Regionalliga-Spieler von uns mitspielen wollen. Da sagen wir nicht nein."

TV-Coach Ralf Trimborn kommt fast in Bestbesetzung in die Walter-Rettinghausen-Halle. Es fehlt nur der langzeitverletzte Keeper Tim Pawlik. Das heißt also, dass die Nachwuchs-Torleute Sebastian Götze, er ist erst 17 Jahre alt, und Max Scholz, für ihn ist es das zweite Senioren-Jahr, wertvolle Spielpraxis sammeln können. Trimborn: "Es ist doch klar, dass wir unseren Titel verteidigen wollen." Allerdings haben seine Schützlinge in fremden Hallen in der Meisterschaft keine Bäume ausgerissen und deshalb stehen sie auch nicht an der erhofften Verbandsliga-Spitze, sondern auf Rang drei. Doch dieses Pokalspiel hat es wirklich in sich, denn nächsten Samstag, 13. Januar, 18 Uhr, geht es am Europaring zwischen diesen beiden Rivalen um wertvolle Verbandsliga-Punkte. Trimborn: "Erkenntnisse wird dieses Pokalspiel aber kaum geben, denn bei uns im Heimspiel wird eine ganz andere SG-Truppe auflaufen." Die dann mit Sicherheit alles geben wird, den angestrebten Titel des Turnvereins zu verhindern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der TV Angemund trifft im zweiten Halbfinale ab 14.30 Uhr auf den Landesligisten HSG Gerresheim. Die gastgebenden Blau-Weißen müssen dabei ihrer Favoritenrolle gerecht werden, es fehlt der verhinderte Spielgestalter Martin Gensch. Und so warnt Trainer Uli Richter: "Bei dieser verkürzten Spieldauer ist alles möglich. Wir werden ganz vorsichtig sein." Aber das anschließende Finale ist das erklärte Ziel. Torwart Matthias Jakubiak ist operiert, er hat auch seinen dritten Kreuzbandriss gut überstanden und signalisierte, in der nächsten Saison wieder für seinen TVA angreifen zu wollen.

Das Finale steigt um 17.30 Uhr und geht über die volle Distanz. Mit dabei in Angermund sind auch die Frauen. Deren erstes Pokal-Halbfinale steigt um 10 Uhr zwischen der SG Unterrath und der Fortuna. Dann, um 13 Uhr, spielt der Verbandsligst TV Ratingen gegen HSG Eller. Das Frauen-Finale ist um 16 Uhr.

Quelle: RP
 
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