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Ratingen zittert vor den "Kellerkindern"

Lokalsport: Ratingen zittert vor den "Kellerkindern"
Gegen Top-Teams wie Mettmann spielt der TV Ratingen mit dem neuerdings verletzten Tristan Beckmann (Mitte) meist gut. Doch gerade gegen die kleineren Teams tut sich der Handball-Verbandsligist schwer. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Ratingen. Wenn der Handball-Verbandsligist gegen ein schwaches Team spielt, wird es oft peinlich. Von Werner Möller

Mit Grausen denken die Handballfans des TV Ratingen an Spiele gegen Kellerkinder der Verbandsliga. Zu oft werden diese zur Enttäuschung. Am Samstagabend um 19.30 Uhr ist es wieder so weit, der Drittletzte TG Cronenberg kommt an den Europaring. Die TG wird nur deshalb nicht absteigen, weil zwei Teams noch schwächer sind und weil es in dieser Spielzeit nur einen Absteiger gibt.

Aber dieses Heimspiel ist ungeheuer wichtig für den TV Ratingen, denn ob der derzeitige siebte Platz für die neue Oberliga ausreicht, muss mächtig bezweifelt werden. In Cronenberg beim Hinspiel haben sich die Ratinger schon einmal bei der 25:34-Niederlage blamiert, eine Neuauflage will am Europaring niemand erleben. Zu den Langzeitverletzten Chris Schweinsberg, Niklas Vogel und Max Beckmann hat sich auch noch Tristan Beckmann gesellt, aber der Kader ist eigentlich groß genug, um alles verkraften zu können. Die Vorbereitung auf dieses Heimspiel leitete weitgehend Kai Müller, weil sein Chef Ralf Trimborn beruflich in England zu tun hatte. Manni Köhler kümmerte sich wie immer um die Torleute und warnt: "Irgendwann müssen wir dieses Problem, dass es gegen schwache Gegner ständig Niederlagen hagelt, doch abstellen. Die Hinspielpleite sollte Warnung genug sein."

Erheblich schwieriger ist die Heimaufgabe des Tabellenzweiten TV Angermund gegen die HG Remscheid (Samstag 18.15 Uhr). Da der Tabellenführer HG Überruhr zuletzt erneut daheim schwächelte, sind die Angermunder bis auf einen Zähler oben dran. Überruhr spielt schon am Freitagabend in Wülfrath, die Angermunder wissen also vor dem Anpfiff, ob sie ganz nach oben stoßen können. "Aber das ist erst einmal unwichtig", sagte Trainer Uli Richter zu diesem Thema. "Remscheid ist schwach gestartet, hat sich aber längst gefangen und gilt gegenwärtig als die vielleicht stärkste Mannschaft der Liga. Das bekamen wir schon im Hinspiel zu spüren." Das endete 26:26. Remscheid ist seit neun Spielen unbesiegt und hat als Tabellenfünfter ebenfalls alle Chancen, selbst noch Meister zu werden.

Da steht in der Walter-Rettinghausen-Halle ein echtes Spitzenspiel an, in dem der TVA, der ohnehin Probleme auf der rechten Offensivseite hat, seinen Linkshänder Fabian Brandenburg (Beruf geht vor) ersetzen muss.

Der TuS Lintorf, zuletzt vier Mal siegreich, ohne allerdings besonders aufgetrumpft zu haben, muss beim LTV Wuppertal seinen vierten Platz verteidigen (Sonntag, 16.45 Uhr). Daheim spielten die Lintorfer diesen Gegner mit 28:17 an die Wand, aber Trainer Christian Beckers sieht das keineswegs als Vorteil: "Wenn man so übel aus der Halle geschossen wird, dann vergisst man das nicht. Wir müssen uns dort auf allerhand gefasst machen." Wuppertal ist Neunter, es wird wohl nicht reichen für die neue Oberliga. Höchstens, wenn man dieses Lintorf-Heimspiel als letzte Chance ansieht und gewinnt. Beckers: "Eine Niederlage ist für beide Mannschaften ärgerlich, wirft sie erheblich zurück." Es geht in Bestbesetzung ins Bergische.

Quelle: RP
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