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Ratingens Tennis-Damen können im "Finale" Geschichte schreiben

Tennis: Ratingens Tennis-Damen können im "Finale" Geschichte schreiben
Aufschlagen für den Sieg: Tatjana Maria und die gesamte Ratinger Mannschaft wollen sich den Traum vom Titel erfüllen. FOTO: Achim Blazy (ARCHIV)
Ratingen. Am letzten Bundesliga-Spieltag reicht dem unbesiegten Tabellenführer selbst ein 3:6 zum Titelgewinn. Von Nils Jewko

Alles wirkt wie ein perfekt geschriebenes Drehbuch. Die Tennis-Damen des Ratinger TC (RTC) beherrschen in der Bundesliga jeden Gegner, geben in fünf Partien nur sieben Matchpunkte ab und stehen mit einer makellosen Bilanz an der Tabellenspitze. Die Deutsche Meisterschaft ist zum Greifen nahe - an einem freien Wochenende von der Couch aus. Doch der Verfolger aus Karlsruhe hat ein Einsehen, gewinnt gegen ETUF Essen mit 9:0 und wahrt damit seine kleine Restchance. "Wenn alles entschieden wäre, würde Langeweile aufkommen. Jetzt haben wir noch eine Partie mit Endspielcharakter, in der die Vorzeichen aber klar für uns sprechen", betont Ratingens Team-Manager Daniel Meier vor dem Spiel gegen Karlsruhe auf der Anlage am Götschenbeck (morgen ab 11 Uhr).

Große Sorgen muss er sich bei einem Blick auf die Tabelle nicht machen. Schon drei Punkte würden dem RTC reichen, um am Ende den Pokal in den Himmel stemmen zu dürfen. Selbst bei einer 3:6-Niederlage wäre die Mannschaft von Cheftrainer Oliver Selbach Deutscher Meister und gleichzeitig am Ziel, dass sie sich nach dem Aufstieg vor vier Jahren gesteckt hatte. "Das wäre eine große Erleichterung und eine Bestätigung unserer Arbeit - auch wenn man berücksichtigt, dass wir Bocholt als den härtesten Konkurrenten in diesem Jahr verloren haben", erklärt Meier.

Die Ratingerinnen scheiterten in den vergangenen drei Jahren stets am Klub aus dem Münsterland - immer am letzten Spieltag und im Jahr 2013 sogar mit einer bitteren Heimniederlage nach den Einzeln. Nach dem Rückzug der Bocholter ist der RTC aktuell jedoch das Maß aller Dinge. Ohne das topgesetzte Trio um Elina Svitolina, Irina-Camelia Begu und Mona Barthel sollen die Bulgarinnen Kirsten Flipkens und Sesil Karatantcheva, die Spanierin Lara Arruabarrena, die Niederländerin Michaela Krajicek, Tamara Korpatsch und Tatjana Maria den Titel gewinnen.

"Mit dieser Aufstellung sollte es möglich sein, die erforderlichen drei Punkte zu holen", sagt Meier. Dabei warnt er vor einer alten Bekannten im Kader der Badener: "Vor zwei Jahren hat Laura Siegemund noch bei uns gespielt. Sie hat sich ständig weiterentwickelt und war jetzt zum ersten Mal in Wimbledon dabei. Karlsruhe hat insgesamt eine gute Truppe, die nur einmal sehr unglücklich verloren hat."

Der Tabellenzweite muss auf der anderen Seite ein Problem verarbeiten, mit dem der RTC in der Vergangenheit ebenfalls zu kämpfen hatte. Während bei Ratingen bereits alle Top-Spielerinnen im Einsatz waren, stand Sabine Lisicki für die Karlsruher noch kein Mal auf dem Platz. Und dass die Nummer 18 der Welt beim Saisonfinale aufschlägt, scheint unwahrscheinlich zu sein. Vieles deutet daher auf ein Happy End für die Ratingerinnen hin.

Quelle: RP
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