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Ratinger Klubs: Spitze, graue Maus und Kellerkind

Lokalsport: Ratinger Klubs: Spitze, graue Maus und Kellerkind
Fabian Schüring traf bereits 14 Mal für die RSV-Reserve - dabei ist er erst 20 Jahre alt. FOTO: Blazy
Ratingen. Die Rollenverteilung in der Fußball-Kreisliga A könnte nicht unterschiedlicher sein. 04/19 II steht aktuell glänzend da.

Derart glänzend stand Ratingen 04/19 II in der Dumeklemmerstadt noch nie im Blickpunkt. Noch zwei Spieltage, dann ist Winterpause, und die Mannschaft vom Sportpark Keramag führt unbesiegt die Tabelle der Fußball-Kreisliga A an. Das gab es noch nie in der langen Vereinsgeschichte.

Andre Schulz, der Team-Manager, ist täglich für die Blau-Gelben im Einsatz, er arbeitet schon seit Jahren vor allem über die eigene Jugend darauf hin, dass der Traditionsclub künftig auch Bezirksliga-Fußball anbieten kann. Es könnte nun so weit sein, denn es gibt zwei Aufsteiger. "Nach dem Punktgewinn zuletzt bei Sparta Bilk weiß die Mannschaft, dass sie es packen kann", sagt Trainer Deniz Aktag. Am spielfreien Wochenende gibt er ihr frei, durchatmen ist angesagt. Und was die Ratinger noch so richtig stolz macht: Auch im Sparta-Spiel setzte der Trainer fünf 19-Jährige ein: Mike Odenbrett, Dario Mirosavljevic, Burak Aksoy, Sergej Karliscek und Oliver Münzer. Und Goalgetter Fabian Schürings ist auch erst 20. 14 Mal traf er bereits ins Schwarze.

Den Katastrophenstart mit fünf Niederlagen hat Rot-Weiß Lintorf verkraftet, die Abstiegsgefahr auf derzeit Platz 14 freilich bedeutet immer noch eine Riesenbelastung. Läuft es ungünstig, falls also viele Düsseldorfer Bezirksligisten absteigen, kann dies im dritten Kreisliga-A-Jahr den erneuten Abstieg bedeuten. Aber der junge Vorsitzende Christian Schmitt rechnete aus: "Die letzten acht Spiele brachten 13 Punkte. Wird auch in der Rückrunde so gut gepunktet, landen wir im sicheren Mittelfeld."

Eine wertvolle Verstärkung konnte er für die zweite Saisonhälfte schon an Land ziehen: Yusuf Keser, der einst mit Ratingen 04/19 in der Oberliga spielte und zuletzt bei der SG Unterrath. Durch sein Maschinenbau-Studium legte er dann eine Pause ein, in der Rückrunde will er topfit auflaufen.

Der SV Hösel ist mit Platz acht unzufrieden, aber da schränkt Vize Dirk Kiontke ein: "Wir wollten Fünfter werden. Das sind sechs Punkte Rückstand. Wir alle sind fest überzeugt, dass wir das noch schaffen. Es lief vieles gegen uns wie zahlreiche Sperren, Verletzungen und vor allem viel Blödheit." Der 52-Jährige wird nun nach knapp 30 Jahren in der Vereinsspitze kürzer treten und seinen Posten zur Verfügung stellen: "Aber dabei bleiben werde ich auf jeden Fall. Ich werde weniger machen, das ist alles." Bis zur Winterpause warten auf seine Mannschaft noch zwei schwere Auswärtshürden: am 3. Dezember beim Tabellennachbar Hochdahl und am 10. Dezember bei Sparta Bilk.

(wm)
 
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