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Lokalsport
Ratinger TC macht mit einem Sieg den Bundesliga-Verbleib klar

Ratingen. Heute ab 13 Uhr empfängt das Frauen-Team in der Tennis-Bundesliga die bislang erfolglose Mannschaft des Moerser SC am Götschenbeck. Von Nils Jewko

Vor dem Start in die neue Saison der Tennis-Bundesliga schraubte Daniel Meier die Erwartung beim Ratinger TC bewusst herunter. Finanzielle Einbußen und der Verlust von Führungsspielerinnen weckten den Realismus beim ohnehin für klare Worte bekannten RTC-Manager. Statt als amtierender Deutscher Meister von der Titelverteidigung zu reden, gab Meier den Klassenerhalt als oberstes Saisonziel aus. Und nach dem Fehlstart mit der Auftaktniederlage gegen Stuttgart könnte die Vorgabe des hauptberuflichen Bankers schon vor den abschließenden Partien gegen die Favoriten aus Regensburg und Karlsruhe erfüllt werden. Ein Sieg heute im Heimspiel gegen den TC DD Daumann Moers (13 Uhr) sichert ein weiteres Jahr Bundesliga-Tennis am Götschenbeck.

"Das Spiel hat eine besondere Brisanz für beide Seiten. Für Moers ist es die letzte Chance, um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. Wir können dagegen mit einem Sieg alles klar machen", sagt Meier über das Duell mit dem Tabellenletzten. Weil sich zeitgleich die Konkurrenten aus Stuttgart und Hamburg im direkten Duell gegenüberstehen, kann der RTC bei einem Erfolg nicht mehr auf die letzten beiden Plätze abrutschen, die den Gang in die Zweite Liga bedeuten. Und dafür versucht Meier, die Top-Spielerinnen der internen Setzliste zum letzten Heimauftritt der Saison zu lotsen. Die Lettin Jelena Ostapenko, aktuell Nummer 36 der Weltrangliste, will nach bisher zwei Einzelniederlagen zum dritten Mal in dieser Spielzeit für die Ratingerinnen aufschlagen. Mit Elina Svitolina steht zudem die Nummer 20 der Welt vor ihrem Saisondebüt für den RTC. "Sie hat mir signalisiert, spielen zu wollen", sagt Meier. Noch am Mittwoch scheiterte die Ukrainerin bei den French Open im Achtelfinale mit 1:6, 1:6 an der Weltranglisten-Ersten Serena Williams.

Definitiv dabei ist wieder das aus Sesil Karatantcheva, Tamara Korpatsch, Nicola Geuer und Imke Küsgen bestehende Grundgerüst des Tabellenvierten, das den RTC durch die Siege gegen Hannover und Hamburg in eine komfortable Ausgangslage gebracht hat.

"Ich bin optimistisch, dass wir auch das Spiel gewinnen. Moers hat zwar eine gewisse Qualität, aber viele ihrer Spielerinnen sind noch bei Turnieren vertreten", sagt Meier und ergänzt: "Es steht auch die Frage im Raum, wie viel Aufwand Moers noch betreiben kann und will." Mit drei Niederlagen in drei Spielen haben die Gäste die schlechtesten Karten im Abstiegskampf. Und geht es nach dem RTC, soll sich das heute auch nicht verbessern.

Quelle: RP
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