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Realität: 04/19 ist nur noch Mittelmaß

Analyse: Realität: 04/19 ist nur noch Mittelmaß
Hat das Zeug zum Top-Spieler: Auf Daniel Keita-Ruel (links) ruhen in Fußball-Ratingen die wohl größten Erwartungen. FOTO: Michael Nacke (Archiv)
Ratingen. Der Fußball-Oberligist aus Ratingen muss sich auch aufgrund vieler personeller Veränderungen auf eine schwierige neue Saison einrichten. Trainer Peter Rdajewski will deshalb mit seiner umbauten Mannschaft so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke erreichen. Von Nils Jewko

Am Sonntag um 15 Uhr steht für Ratingen 04/19 beim VfR Krefeld-Fischeln das erste Meisterschaftsspiel in der neuen Saison auf dem Programm. Vorab hat unsere Redaktion den Fußball-Oberligisten genau unter die Lupe genommen.

Das ist neu Die halbe Mannschaft. Nach der vergangenen Spielzeit hatten sich die Verantwortlichen das Ziel gesetzt, einen großen Umbruch wie im Sommer 2014 zu vermeiden. Doch plötzliche Wechsel wie der von Lukas Fedler oder das unerwartete Karriereende von Sascha Meier zwangen den Sportlichen Leiter Michael Kulm erneut zum Handeln - ein Umstand, der auch Trainer Peter Radojewski wirklich genervt hat: "Am Ende der vergangenen Saison hatten wir ein intaktes Team und jetzt ist wieder alles neu." Gleich elf Spieler haben den Verein verlassen und durch die jüngste Verpflichtung von Phil Spillmann haben ebenfalls elf Akteure den Weg in den Kader der Ratinger gefunden.

Stärken Zu den Neuen bei den Ratingern kann Daniel Keita-Ruel gezählt werden. Der Angreifer kehrte nach seiner Haftstrafe zu 04/19 zurück und steht momentan für die wohl größte Stärke des Oberligisten: Es ist die Offensive. In der Vorbereitung - inklusive dem Spiel im Niederrheinpokal - gingen allein sieben Treffer auf das Konto des 25-Jährigen. "In Keita haben wir einen absoluten Ausnahmestürmer", betont Radojewski, der seine Defensive aber nicht aus den Augen verliert: "Wenn unsere hintere Achse mit Rösler, Hotic, Spillmann und Rott komplett ist, sind wir auch dort stark vertreten."

Schwächen Das "Wenn" verdeutlicht das größte Manko. Dem Kader fehlt aktuell die nötige Breite, um Ausfälle adäquat kompensieren zu können. Die Mannschaft wurde extrem verjüngt und der zweite Anzug besteht fast ausschließlich aus Jugendspielern, die ihr erster Seniorenjahr gerade vor sich haben. Kurz vor dem Auftakt in der Meisterschaft stehe man aber in guten Verhandlungen mit drei neuen Leuten, verrät Radojewski.

Gewinner der Vorbereitung Der Transfer von Philipp Rösler hat sich für 04/19 schon ausgezahlt. Der 20-jährige Außenbahnspieler konnte neben Keita-Ruel mit starken Leistungen überzeugen und hat sich als echter Gewinn erwiesen. "Er ist agil, aggressiv und hat einen Drang nach vorne - und das haben wir benötigt", lobt Radojewski.

Verlierer der Vorbereitung Eigentlich zählt Orhan Dombayci zu den absoluten Stammkräften bei 04/19, doch die vergangenen fünf Wochen nahmen für den Allrounder ein schmerzvolles Ende. Im letzten Test des Oberligisten gegen den VfB Speldorf zog sich der 20-Jährige einen Mittelfußbruch zu und wird den Ratingern in den kommenden Monaten nicht zur Verfügung stehen. "Orhan ist auf mehreren Positionen einsetzbar, ballsicher und torgefährlich. Er fehlt uns natürlich, aber das müssen wir jetzt kompensieren", sagt Radojewski.

Prognose Eine Wiederholung von Rang drei aus der Vorsaison ist für 04/19 vorerst in weite Ferne gerückt. Dass die Mannschaft durchaus Potenzial besitzt, ist unstrittig - doch es blitzte bisher zu selten auf. "Aktuell, nach dem ganzen Auf und Ab, geht es für uns darum, möglichst schnell 40 Punkte zu erreichen", betont Radojewski - und schiebt Hoffnung nach: "Das kann sich aber schnell wieder ändern. Entscheidend ist vor allem, wie wir starten."

Quelle: RP
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