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Lokalsport
Rennfahrer Mies bestreitet ein Mammut-Programm

Heiligenhaus. Der Heiligenhauser nimmt in diesem Jahr an drei Rennserien teil und bestreitet zwei 24-Stunden-Rennen.

Dreieinhalb Monate, nachdem Christopher Mies den Meisterpokal in der australischen GT-Meisterschaft entgegengenommen hat, startete der Rennprofi aus Heiligenhaus zusammen mit seinem Team JAMEC PEM Racing in die neue Saison. Und das mit einem Paukenschlag: Im Zeittraining für das drei Rennen umfassende Auftakt-Wochenende in Adelaide stellte Mies einen neuen Qualifying-Rundenrekord auf. 1:20,2039 Minuten benötigte Mies in seinem Audi R8 LMS für den 3,219 Kilometer langen Stadtkurs und war damit vier Zehntel schneller als die nächste Konkurrenz. Im dritten Kräftemessen des Wochenendes stellte der 26-Jährige mit 1.20,3217 Minuten auch noch einen neuen Rennrundenrekord auf. Dazwischen gab es einige Höhen und Tiefen.

"Der Speed war auf jeden Fall da, wie die Zeiten zeigen, doch leider haben wir daraus zu wenig gemacht", sagte Mies, der sich seinen Audi mit dem australischen Lokalmatadoren Geoff Emery teilt. Im ersten Rennen büßte Startfahrer Emery mit kalten Reifen einige Positionen ein. Das Safety-Car und die reglementbedingt lange Boxenstopp-Standzeit der hochwertig eingestuften Fahrerpaarung ließen schließlich nicht mehr zu als Platz zehn. Mit einer starken Aufholjagd eroberte Mies im zweiten Rennen die zwischenzeitliche Führung.

Da es im Kampf um die Spitze aber zu einer Berührung und einem Dreher des Gegners kam, wurden Mies/Emery nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt, die sie auf Platz 18 zurückwarf. "Die Strafe kann man hinnehmen, da ich ihn berührt habe. Allerdings hat er mir auch die Tür zugeschlagen und nach innen konnte ich nicht ausweichen, da dort die Streckenbegrenzung war", sagte Mies. Durch die Rückversetzung waren auch die Würfel für den dritten Durchgang gefallen, denn Rennen zwei und drei werden in der GT-Meisterschaft analog zum Ergebnis des vorangegangenen Rennens gestartet. Mehr als Platz 15 war so nicht mehr drin.

Unabhängig vom Abschneiden beim Auftakt hatte sich Mies eine Titelverteidigung in Australien nicht zum Ziel gesetzt gehabt. "Das wäre unrealistisch, da ich einige Läufe wegen Überschneidungen in meinem Rennkalender auslassen muss. Mein Ziel ist es daher, so oft es geht auf dem Podium zu jubeln."

Neben der australischen GT-Meisterschaft bestreitet Mies 2016 erneut den Blancpain GT Sprint Cup und das ADAC GT Masters. "Im Vorjahr konnte ich im Sprint Cup mit einigen guten Ergebnissen, unter anderem Platz zweiim Saisonfinale, dazu beitragen, dass WRT den Teamtitel gewonnen hat. An diese Leistungen will ich mit meinem Partner in dieser Saison anknüpfen." Im GT Masters hat Mies sich noch höhere Ziele gesteckt: "Hier möchte ich ganz klar um den Titel kämpfen." Bei den sieben Veranstaltungen mit insgesamt 14 Rennen teilt sich Mies die Cockpitarbeit mit dem schnellen US-Amerikaner Connor De Phillippi.

Viel vorgenommen hat sich Mies auch für die beiden 24-Stunden-Klassiker auf dem Nürburgring und in Spa. "Auf der Nordschleife will ich meinen Titel verteidigen und in Spa zwei Stufen auf dem Podium hinaufklettern", so Mies. Seinen nächsten Renneinsatz bestreitet Mies am übernächsten Wochenende beim nächsten Dreierpack der australischen GT-Meisterschaft, der im Rahmenprogramm des Formel-1-Saisonauftaktes in Melbourne ausgetragen wird.

Quelle: RP
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