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Lokalsport
RTC-Frauen verpatzen den Auftakt

Ratingen. Der Tennis-Bundesligist kassiert gegen Stuttgart ein 3:6. Schon morgen ist das nächste Heimspiel. Von Falk Janning

Mit dieser Niederlage hatten die Damen des Tennis-Bundesligisten M2Beauté Ratingen nicht gerechnet. Der amtierende Deutsche Meister leistete sich zum Auftakt in die neue Bundesligasaison einen klassischen Fehlstart und unterlag Aufsteiger TEC Waldau Stuttgart in einer intensiven Partie mit 3:6 (2:4). "So eine Niederlage gleich zum Auftakt in die neue Saison tut natürlich richtig weh, entsprechend frustriert ist das Team", sagte RTC-Manager Daniel Meier nach der Pleite. Bitter ist die Niederlage auch deshalb, weil der TEC Waldau als direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt gilt, den der Titelverteidiger zum Saisonziel aufgerufen hat. Mehr scheint nach der Reduzierung des Budgets und den starken Abgängen von Mona Barthel, Tatjana Maria und Kirsten Flipkens derzeit nicht möglich.

Mit Elina Svitolina (Ukraine), Irina Begu (Rumänien) und Jelena Ostapenko (Litauen) stehen zwar drei Spielerinnen im Ratinger Kader, die in der Weltrangliste zu den Top-50 gehören, gegen Stuttgart stand jedoch nur Ostapenko zur Verfügung. Und die 18-jährige Lettin, 37. der Rangliste, erwischte wahrlich keinen guten Tag, unterlag der 63 Plätze hinter ihr eingestuften Katerina Siniakova aus Tschechien glatt mit 3:6, 3:6.

Ostapenko verlor ihre ersten drei Aufschlagspiele, weil sie Schwierigkeiten mit ihrem ersten Aufschlag hatte und ihren schwachen zweiten Versuch von der präzisen, dynamischen beidhändigen Rückhand ihrer Gegnerin um die Ohren gehauen bekam. So lag Ratingens Zugang schnell mit 1:5 zurück. Auch im zweiten Satz verlor sie gleich ihr erstes Aufschlagspiel zum 0:1. Nach dem 0:2 steigerte sich die Lettin zwar und kam zum 2:2-Ausgleich. Doch das entscheidende Spiel war das umkämpfte fünfte, das sie mit 2:3 abgab. Danach war die Moral im Keller und ihre starke Gegnerin hatte leichtes Spiel. Ihre Gegnerin Siniakova bekam Szenenapplaus für ihre begeisternden Angriffsschläge, die sie auch in größter Bedrängnis anbrachte.

Pech hatten die Ratingerinnen Sesil Karatantcheva und Michaela Krajicek, die beide ihre Partien im Tie-Break mit 8:10 verloren. Zunächst unterlag die Bulgarin Karatantcheva an Position zwei der Polin Katarzyna Piter mit 5:7, 6:3, 8:10. Dann lag an Drei Ratingens Niederländerin Michaela Krajicek gegen die Düsseldorferin Antonia Lottner schon mit 7:5, 5:4, 40:15 in Führung, vergab aber drei Matchbälle und verlor den zweiten Satz noch mit 5:7. Ein wichtiger Sieg, der dem RTC im Hinblick auf das Endergebnis flöten ging. Glatt in zwei Sätzen verlor Tamara Korpatsch gegen Annas Zaja - 2:6, 4:6.

Den ersten Einzelpunkt für Ratingen holten an Sechs die Niederländerin Nicole Thijssen, die Anna Gabric 6:4, 4:6, 10:6 niederrang. Dass die Ratinger nicht vor den Doppeln schon aussichtslos zurücklagen, dafür sorgte Nicola Geuer, die in einer intensiven, dramatischen und mehr als zweieinhalbstündigen Partie Laura Schaeder mit 6:4, 5:7, 13:11 niederkämpfte und auf 2:4 verkürzte. Der Tie-Break verlief so wie das gesamte Spiel mit ständig wechselnden Führungen: Zunächst lag die Ratingerin mit 7:4 vorne, dann geriet sie mit 7:9 ins Hintertreffen, um dann doch noch mit 13:11 zu gewinnen.

Auch die Doppel waren nicht weniger ausgeglichen. Zunächst konnte Ratingen auf 3:4 verkürzen, denn Karatantcheva/Thijssen gewannen 6:3, 7:5 gegen Lottner/Schaeder. Doch dann fiel die Entscheidung gegen den RTC durch die 3:6, 2:6-Niederlage von Krajicek/Korpatsch gegen Piter/Rüffer. Die Niederlage im letzten Doppel war dann nicht mehr von Bedeutung: Da verloren Ostapenko/Geuer 6:4, 0:6, 6:10 gegen Siniakova/Zaja. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Krajicek ihre Matchbälle verwandelt hätte.

"So unglücklich und knapp die Auftaktniederlage auch war, es gibt sicherlich keinen Grund, die Köpfe hängenzulassen", sagt Meier. "Es sind ja noch fünf Spieltage, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren." Schon morgen (11 Uhr) haben die Ratingerinnen die Möglichkeit, im nächsten Heimspiel gegen Hannover die ersten Zähler zu holen. Die Niedersachsen gehören ebenfalls zu den Teams, die eher zur unteren Tabellenhälfte gerechnet werden. Doch das war ja auch schon bei Stuttgart der Fall - ohne Erfolg.

Quelle: RP
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