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Lokalsport
RTC geht mit Top-Team ins Top-Spiel

Ratingen. Tennis-Manager Daniel Meier lässt seine nominelle Bestbesetzung gegen Spitzenreiter TC Raadt auflaufen. Von André Schahidi

Daniel Meier geht mal überhaupt kein Risiko ein. "Wir spielen mit unseren Top Six", sagt der Manager des Ratinger TC vor dem Spitzenduell in der Herren 30-Bundesliga gegen den TC Raadt aus Mülheim. Denn im Duell gegen den aktuellen Spitzenreiter der Liga dürfen sich die Grün-Weißen keinen Ausrutscher erlauben, wenn es von Rang eins in die Meisterrunde gehen soll. "Ich möchte gerne als Nord-Sieger in die Finalrunde starten", sagt Meier. "Dafür muss ein Sieg her." Mit einem Erfolg wäre dem RTC Rang eins nämlich kaum noch zu nehmen - am letzten Spieltag treten die Ratinger beim Vierten aus Leverkusen an.

Und so werden voraussichtlich Ivan Bjelica, Stefan Koubek, Boy Wijnmalen, Jeroen Masson, Marc Leimbach und Holger Messling in die Einzel starten, während weitere Spieler als Ersatz auf der Anlage sein werden. Das Duell mit Raadt ist für Meier gleich aus mehreren Gründen interessant. "Erstens können wir unsere Leistungsfähigkeit im direkten Vergleich überprüfen", sagt er. "Außerdem kann ich meine Spieler endlich mal an ihren richtigen Positionen sehen." Zuletzt musste beispielsweise Boy Wijnmalen oft an der Ratinger "eins" gegen die stärksten Spieler der Gegner antreten - und verlor. "Dafür habe ich ihn aber eigentlich gar nicht geholt", betonte Meier. Gegen Raadt soll sich zeigen, wie stark der Aufschlagspezialist auf seiner Stammposition ist.

Ein anderer bekommt wohl eher keine Chance mehr beim RTC. Der Brite Barry Fulcher gewann zwar sein bisher einziges Duell für die Ratinger. "Dabei hat er sich jetzt aber nicht als den Spieler gezeigt, der für uns gegenüber unserem Stamm-Personal den Unterschied machen kann", betont Meier. "Daher muss ich ihn nicht unbedingt aus England einfliegen lassen."

Dafür, dass sein Team in dieser Saison nicht mehr ganz so konkurrenzlos durch die Liga marschiert, wie noch im Vorjahr, dafür hat Meier eine einfache Erklärung. "Die anderen Teams haben sich verstärkt, die Liga ist in der Breite besser geworden. Außerdem spielen wir nun schon drei Jahre in dieser Aufstellung in der Bundesliga. Das heißt: Unsere Jungs sind auch alle drei Jahre älter geworden. Wenn da bei den Gegnern mal ein 29-Jähriger nachrückt, der in diesem Jahr 30 wird, da kann es schon was enger werden.

Dennoch glaubt Meier nicht daran, dass sein Team in der Aufstellung gegen Raadt verlieren wird. "Wir sind an den Spitzenpositionen einfach besser besetzt", betont der Manager. "Raadts Eins und Zwei haben in der vergangenen Woche gegen Köln verloren. Da mache ich mir wenig Sorgen. Auf den hinteren Positionen wird man sehen." Dazu kommt als Faktor höchstens noch das Wetter. Spiele, die auf Asche eine klare Sache wären, könnten in der Halle plötzlich anders ausgehen. Deshalb geht Meier kein Risiko ein - und schickt für das Top-Spiel auch sein Top-Team.

Quelle: RP
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