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RTC kommt mit einem blauen Auge davon

Lokalsport: RTC kommt mit einem blauen Auge davon
Manuel Heise gewann zweimal seinen ersten Satz - und verlor am Ende doch im Einzel und im Doppel. Sein Team holte so gerade den Gesamtsieg gegen Köln. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Herren 30-Bundesligist schrammte gegen Köln knapp an einer Niederlage vorbei. Im Doppel gelingt der 5:4-Erfolg. Von André Schahidi

Manuel Heise wirkt ganz entspannt. Kann er auch sein, denn gerade läuft es gut für den Tennis-Spieler des Ratinger TC. Im Doppel spielt er an der Seite von Alexander Bartusch gegen die beiden an Nummer drei und vier gesetzten Kölner, sie sind eh nur Außenseiter. 4:1 steht es im ersten Satz, die Kölner sind genervt, hämmern schon den Ball nach einem Punktverlust ins Netz. Und so geht es weiter: 6:1 gewinnen Heise/Bartusch den ersten Satz. Und verlieren am Ende doch noch das Spiel im Match-Tiebreak. Es war wie im ersten Einzel des Ratingers, der "nur" an Position 13 spielt. Nach einem 6:0 im ersten Satz geht auch sein Match gegen Kölns Danny Kubasik (Position sieben) noch im dritten Durchgang verloren. Dennoch reicht es für die Ratinger zum Sieg: 5:4.

"Nach dem ersten Satz im Einzel sah es vielleicht klarer aus, als es war", sagte Heise nach seinem Spiel. "Allerdings ist der Gegner nach dem ersten Satz besser geworden, direkt im zweiten Spiel gab es das Break. Im Match-Tiebreak habe ich sogar 6:4 geführt, dann ein paar enge Bälle verloren. Aber es war enger, als ich dachte."

Das galt auch für den RTC. Manager Daniel Meier geriet zwischenzeitlich gehörig ins Schwitzen, hatte er doch ob der vermeintlichen Schwäche der Kölner auf einige Top-Spieler verzichtet. Das sollte sich rächen. Denn erst im letzten Einzel rettete Robert Messling (Position 6, 6:1, 6:3 gegen Stefan Kirsch) das 3:3 und damit die Chance, die Partie in den Doppel noch herumreißen zu können. Zuvor hatte Boy Wijnmalen (3) im Match-Tiebreak gegen die Kölner Nummer eins verloren, auch Carsten Gröger unterlag Thomas Olschewski in zwei Sätzen. "Mein Match war 50:50", sagte Wijnmalen. "Als Nummer drei gegen den Top-Spieler anzutreten, ist nie einfach. Ich musste ganz schön dran ziehen. Der erste Satz ging mit 6:3 an den Spanier Roberto Menendez, den zweiten holte sich der Niederländer 6:3 zurück. Im Match-Tiebreak holte Wijnmalen dann nur drei Punkte.

Marc Leimbach (5 / 6:3, 6:1 gegen Lars Weyen) und Alex Bartusch (22 / 6:4, 6:2 gegen Anish Thomas Pulickal) holten die weiteren Einzelpunkte für den RTC. "Eigentlich haben wir Köln nicht unterschätzt", sagte Daniel Meier. "Aber wenn drei Spiele an einem Tag unglücklich laufen und man im Match-Tiebreak verliert, wird es halt eng. Da mussten wir in den Doppeln zaubern." In diesen setzte Meier alles auf eine Karte: Er besetzte die Paarungen nicht gleichmäßig, sondern nach Position - so mussten sich Heise und Bartusch gegen das starke Kölner Doppel beweisen - und verloren. Doch die Taktik ging auf. Wijnmalen siegte mit Marc Leimbach 6:2, 6:2; Robert Messling und Holger Zühlsdorf gewannen 6:4, 6:2 - und der Sieg war eingetütet.

"In den letzten beiden Jahren haben wir immer klar gewonnen, da ist es mal spannend, wenn ein Spiel so eng wird", sagte Manuel Heise. Boy Wijnmalen war gar der Meinung, dass es gar nicht so schlecht ist, ein wenig Widerstand zu erhalten. "So bleiben wir wenigstens konzentriert und werden die nächsten Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen." Das wird auch Meier so sehen, der sicherlich bald wieder sein Top-Team aufstellen wird. "Und wenn wir mit der stärksten Mannschaft spielen", sagt Wijnmalen, "schlägt uns sowieso keiner."

Quelle: RP
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