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Lokalsport
Rückschlag für Heiligenhaus: Dogan fällt lange aus

Heiligenhaus. Der Mittelfeldspieler wird bis zum Winter pausieren müssen. Heute geht's im Pokal nach Wuppertal.

Es läuft erfreulich für die SSVg Heiligenhaus in der Fußball-Landesliga. Platz neun nach etwas wackligem Start, das kann sich sehen lassen. Aber auch im Kreispokal haben die Rot-Blauen mächtigen Ehrgeiz. Heute Abend, Donnerstag, 20 Uhr, geht es zum Landesliga-Absteiger TSV Ronsdorf, dem aktuell Bezirksliga-Dritten. Die ersten drei Pokalspiele meisterten die Heiligenhauser souverän und ohne Gegentor: 13:0 bei SF Wuppertal, 1:0 daheim über ASV Wuppertal und 3:0 in Gruiten. Jetzt steht das Viertelfinale an und Trainer Deniz Top sieht es so: "Pokalspiele haben immer ihren Reiz. Es sind bei uns im Kreis Niederberg nur noch starke Mannschaften im Rennen. Eine davon ist Ronsdorf und das Halbfinale ist ganz klar unser Ziel." Christian Schuh und Stefan Prengel werden geschont, Bünjamin Dogan zog sich eine Trainingsverletzung zu und spielt keinesfalls, Mustafa Kalkan ist auch im Pokal gesperrt, aber Spielführer Philipp Horn kann auflaufen.

Und in der Liga? Der Oktober ist noch nicht beendet, aber Top spricht jetzt schon von einem erfolgreichen Monat. "Sechs Punkte haben wir uns unten abgesetzt", sagt der 32-jährige Lintorfer. "Aber das soll nicht alles sein. Es gibt bessere Plätze als Rang neun." Am Sonntag geht es zum VfL Benrath (15 Uhr). Der Traditionsclub von der Karl-Hohmann-Straße verfügt dort über einen Rasen- und einen Kunstrasenplatz, und wo gekickt wird, ist noch unklar. "Die Benrather lassen uns bestimmt auf Rasen spielen, so etwas haben wir nicht, und das teilen sie uns erst mit, wenn wir dort eingetroffen sind. Das haben sie schon mal mit uns gemacht," sagt Top. "Aber diesmal wird es nicht überraschen." Will heißen, dass sich das nötige Schuhwerk für beide Fälle im Gepäck befindet.

Die Verletzung von Bünjamin Dogan, die ihn schon heute im Pokal ausbremst, wiegt allerdings schwer. Der Dauerbrenner auf der Außenbahn zog sich im Training ohne Fremdeinwirkung einen Mittelfußbruch zu und die Hinrunde ist damit gelaufen. Dabei befand sich der 23-jährige Ex-Mettmanner in glänzender Verfassung, bekam überall viel Extra-Lob. Allein schon wegen seiner nahezu unglaublichen Laufbereitschaft. Top: "Bünni ist unser Top-Scorer. Sein langfristiger Ausfall ist ganz bitter." Und ob Christian Schuh am Sonntag spielen kann, ist auch ungewiss. Zerrung, Erkältung, der 27 Jahre alte Torjäger ist nicht fit. Wie Stefan Prengel, dem Mann für die linke Seite. Die Zeichen bei beiden nach dieser Trainingswoche sehen eher weitere Schonung vor.

Dennoch, Deniz Top konnte seine Mannschaft im Hinrundenverlauf stetig verbessern. Nur eine Niederlage, das 0:1 daheim gegen Amern, in den letzten acht Spielen ist eine erfreuliche Bilanz. Den VfL Benrath dagegen plagen, wie eigentlich in jeder Saison zuletzt, Abstiegssorgen. Nur zwei Zähler beträgt die Distanz zum Tabellenkeller. Im Sommer aber gelang es dem Club, mit Sascha Willms einen Klassestürmer zu holen. Bei den Spfr. Baumberg kam der 1.86-Meter-Hüne in seinem ersten Seniorenjahr nicht nach Wunsch zurecht, dadurch konnte ihn der VfL verpflichten. Elf der 18 Benrather Treffer gehen auf sein Konto. "Dieser Junge weiß ganz genau, wo die gegnerische Kiste steht", sagt Top. "Wir aber haben gute Abwehrspieler. Sie werden gut auf ihn achten." Da ist auch Sonntag für weitere Spannung gesorgt.

(wm)
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