| 00.00 Uhr

Lokalsport
Schmerzhafte Pleite für den TuS Lintorf

Wuppertal. Gegen Kellerkind Cronenberg lief lange alles gut für den Zweiten - doch am Ende hieß es 21:23.

So wird das nichts mit dem ersehnten Meistertitel in der Handball-Verbandsliga für den TuS Lintorf. Bei der nicht sonderlich stark eingeschätzten TG Cronenberg unterlagen die Grün-Weißen zum Hinrundenausklang 21:23 (12:10-Pausenführung) und jetzt trennen sie schon vier satte Zähler vom erneut siegreichen Spitzenreiter SG Überruhr.

Erneut wirkte sich das Fehlen des immer noch erkrankten Spielmachers Max Kronenberg negativ aus. Vor allem in den letzten zehn Minuten wäre der 26-Jährige dringend benötigt worden, als in seinem Team im Spiel nach vorne nichts mehr zusammen lief. Da hatten die Lintorfer ihren satten 19:14-Vorsprung eingebüßt und Cronenberg glich zum 20:20 aus (51.). Den Hausherren verlieh das völlig neue Kräfte, sie hatten wahrscheinlich kaum noch damit gerechnet, noch einmal ins Spiel zu finden, und so zogen sie 23:21 davon. Die für Cronenberg im Abstiegskampf überaus wichtigen Punkte waren eingefahren.

"Ich muss diese Niederlage erst einmal verkraften", sagte Lintorfs Trainer Christian Beckers. "Am besten wäre es, Sie fragen mal einen oder mehrere Spieler, wie wir dieses Spiel noch verlieren konnten. Mir fehlt gegenwärtig jede Erklärung." Kommenden Samstag, beim Rückrundenauftakt in Remscheid, ist Kronenberg, so hoffen alle Lintorfer sehnlich, wohl wieder dabei. Vor allem für das Angriffsspiel wäre das von größter Bedeutung. Beckers: "Mit 21 Toren konnte man vor 20 Jahren einmal ein Handballspiel gewinnen. Diese Zeiten sind lange vorbei."

Auf die Abwehr, sie ist immer noch die Beste der gesamten Liga, war erneut Verlass. Tobi Töpfer stand die gesamten 60 Minuten zwischen den Pfosten und zeigte eine recht ordentliche Vorstellung. Aber sonst konnte kaum ein weiterer Lintorfer überzeugen. Nur wenig war vom zuletzt so erfolgreichen Christoph Lesch zu sehen, an der linken Seite blieb Kevin Held völlig blass, Tim Bauerfeld konzentriert sich fast nur noch auf Abwehraufgaben (das macht er übrigens sehr zuverlässig) und so bleibt nur noch Stefan Sossalla, der halbwegs zu überzeugen wusste.

Das alles war viel zu wenig, um für einen Punktgewinn in Frage zu kommen.

TuS Lintorf: Töpfer, Gerdes nicht eingesetzt - Niki Töpfer 3, Held, Bauerfeld, Ziebold 1, Rose, Lesch 2, Sossalla 6, Löwenstein 1, Wettemann 4, Kropp 1, Friedrich 1, Ignerski 2.

(wm)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Schmerzhafte Pleite für den TuS Lintorf


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.