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Handball
SG gelingt der Befreiungsschlag in Soest

Handball: SG gelingt der Befreiungsschlag in Soest
Mike Schulz (am Ball) zeigte gegen Soest eine ganz starke Leistung und hatte mit zehn Toren entscheidenden Anteil am Sieg. FOTO: Blazy
Ratingen. Beim 24:23 gegen das Kellerkind machte sich der Handball-Drittligist das Leben selbst schwer. Schulz erzielt zehn Treffer. Von André Schahidi

Knappe 13 Minuten waren noch zu spielen, als die SG Ratingen für die Entscheidung hätte sorgen können. 19:16 stand es für den Handball-Drittligisten beim Gastspiel in Soest, Ben Schütte stand an der Siebenmeter-Linie. Er verwarf. Kurz darauf hatte Dominic Kasal die Chance, ganz alleine vor dem Tor. Auch er vergab. Und so kam es, wie es kommen musste: Soest kam auf 19:19 heran. Schlimme Parallelen zur Vorwoche, dem Spiel gegen Minden, taten sich auf. Doch anders als noch am vergangenen Wochenende besannen sich die Ratinger auf ihre Stärken und brachten das Spiel irgendwie 24:23 (12:10) über die Runden.

Für Trainer Richard Ratka hatte der Sieg vor allem einen Grund: Mike Schulz. "Wenn Mike vergangene Woche gegen Minden schon gespielt hätte, weiß ich nicht, ob wir dann nicht vielleicht gewonnen hätten", sagte der Coach nach dem Spiel. Hatte er aber nicht, und so sparte sich der Rechtsaußen seine zehn Treffer für Soest auf. "Mit Mike haben wir einfach mehr Optionen", betonte Ratka. "Wir können vernünftig über Rechtsaußen spielen und sind schneller im Tempogegenstoß."

Wie schon gegen Minden hatte die SG die Partie Mitte der zweiten Halbzeit im Griff, führte sogar mit fünf Treffern. Doch dann kamen Unachtsamkeiten, der Siebenmeter, der verworfene Alleingang - und Soest war plötzlich wieder da. "Wir haben einiges dafür getan, es wieder spannend zu machen", sagte Ratka. So auch in der Schlussphase. Wieder führte Ratingen mit drei Treffern beim 24:21 - und wieder durfte Soest sich noch einmal auf ein Tor herankämpfen. "Der Sieg stand allerdings nicht mehr in Frage", sagte Ratka. "Da nach dem Anschlusstreffer für Soest nur noch 15 Sekunden zu spielen waren und wir die Uhr runterlaufen lassen konnten." Trotzdem ärgerte sich der Handball-Fachmann darüber. "Wir haben einfach ein paar dumme Aktionen im Spiel, die nicht sein müssen. Von den sechs Zeitstrafen, die wir bekamen, waren fünf unnötig."

Ratka betont, dass seine Mannschaft gegen einen stärkeren Gegner wahrscheinlich verloren hätte - doch weil es eben diesen stärkeren Gegner nicht gab, hat Ratingen nun 4:4 Punkte auf dem Konto und sich wieder auf den neunten Rang hervorgearbeitet. Und es gab - neben den beiden Punkten und Mike Schulz - weitere positive Dinge zu vermelden. Malte Jaeger hatte 60 Minuten im Tor durchgespielt und dabei eine gute Leistung gezeigt. Und somit können die Ratinger ansatzweise gelassen auf das kommende Wochenende und das Spiel gegen Schalksmühle blicken.

SG: Jaeger - Giela (2), Lenz, Breuer (5), Janus (1), Schütte (2/1), Schlierkamp, Bartmann, Schulz (10), Kasal (3), Eckervogt (1).

Quelle: RP
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