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SG Ratingen: Nun fällt auch noch Schulz aus

Lokalsport: SG Ratingen: Nun fällt auch noch Schulz aus
Weniger angestrengt, dafür etwas schmerzverzerrter dürfte der Gesichtsausdruck von Mike Schulz dieser Tage im Training gewesen sein - da nämlich knickte der Rechtsaußen der SG Ratingen mit dem Fuß um. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Neben den verletzten Dominic Kasal und Arthur Giela fehlt wohl der einzige Linkshänder heute (18 Uhr) gegen den Soester TV. Von André Schahidi

Die Hiobsbotschaften für die SG Ratingen reißen nicht ab. Nicht, dass die Ausfälle von Arthur Giela und Dominic Kasal schon genug wären. Vor dem wichtigen Spiel gegen den Soester TV (heute, 18 Uhr, Gothaer Straße) fällt voraussichtlich auch noch Mike Schulz aus - der einzige Linkshänder im ganzen Löwen-Kader. "Das ist eine bescheidene Situation", sagt Trainer Simon Breuer.

Bleiben wir erst einmal beim Personal. Die Planung gleicht für Breuer in diesen Tagen einem Roulette-Spiel. In der Zusammenfassung: Giela und Kasal fallen aus. Schulz' Einsatz ist höchst fraglich. "Er ist am Donnerstag im Training umgeknickt", erklärt Breuer. "Es ist wohl nichts kaputt, aber dick ist es trotzdem. Wir sind keine Profis, da ist fraglich, ob wir ihn bis Samstag fit genug bekommen." Der Trainer geht aber eher von einem "nein" aus.

Weiter im Text: Christian Rommelfanger half der Mannschaft am vergangenen Wochenende in Minden aus. Doch ob er auch heute einspringen kann, ist fraglich. Der Spielmacher erwartet Nachwuchs - da ist der Stress groß. "Christian wäre eine gute Verstärkung für uns", sagt Breuer. "Wäre er beruflich und privat nicht so eingespannt, hätte ich ihn auch gerne viel früher und langfristiger dabei gehabt." Das geht jedoch nicht - so bleibt es bei Aushilfsjobs.

Dann war Bastian Schlierkamp, der Manager des Klubs, als Verstärkung aus der Zweiten Mannschaft vorgesehen. Im vorletzten Heimspiel half Marcel Müller aus, doch Spieler aus der Reserve dürfen nicht zu oft "oben" antreten. Also sollte dieses Mal Schlierkamp helfen. Der jedoch bekam in einem kurzfristig angesetzten Testspiel am Dienstag gegen Dormagen einen Ball vor den Kopf. Die Folge: leichte Gehirnerschütterung. "Auch bei ihm werden wir erst kurzfristig wissen, ob er spielen kann", sagt Breuer. Immerhin - gegen den Zweitligisten schlug sich das Löwenrudel gut, verlor nur 29:30. "Das war ein guter Test", betont Breuer. "Den Dormagenern fehlten auch zwei, drei Leute, aber wir haben uns gut verkauft."

Das muss sein Team aber auch gegen Soest. Bis auf fünf Punkte ist der Abstiegskandidat an Ratingen herangerückt. "Es wäre ziemlich wichtig, dass wir sie nicht noch näher kommen lassen und den Abstand nach unten wieder vergrößern", sagt Breuer. Denn wer weiß, wie lange die Verletztenmisere noch geht.

Immerhin - ein paar Optionen und positive Nachrichten gibt es. Damian Janus war zwar vergangene Woche in Minden umgeknickt. Der Abwehrchef der Ratinger war zwar die ganze Woche nicht im Training, will es jedoch heute wieder probieren. Und Alex Schult, der vor zwei Jahren noch fester Bestandteil der Mannschaft war, wird wohl aushelfen. "Er ist natürlich nicht im Training", sagt Breuer. "Aber er ist Linkshänder und wird uns mindestens für Kurzeinsätze weiterhelfen."

Nach dem Spiel gegen Soest ist Karnevalspause. Und das ist gut. Denn dann haben die Löwen zwei Wochen Zeit, ihre Wunden zu kurieren. In Sachen Dominic Kasal sieht das beispielsweise schon gut aus. "Ich gehe davon aus", dass er nach Karneval wieder am Start ist", sagt Breuer.

Quelle: RP
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