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Lokalsport
SG: Rückraum muss sich steigern

Ratingen. Rechts fehlt ein Linkshänder, links ist Arthur Giela noch nicht in Form. Von André Schahidi

Eines ist schon grundlegend anders als in der vergangenen Saison: Keine Pleitenserie direkt zum Saisonstart. Allein daran, dass die SG Ratingen ihr Auftaktspiel in der Dritten Handball-Bundesliga gegen Varel/Friesland gewonnen hat, ist zu merken, dass das Team um Trainer Richard Ratka in der Liga angekommen ist. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison gab es einen Seuchenstart mit fünf Pleiten in Folge.

Aus dem gelungenen Start nun jedoch große Ambitionen für das Löwenrudel in der kommenden Saison abzuleiten, wäre vermessen. Das Team wurde mit Simon Breuer und Yannick Eckervogt zwar verstärkt. Doch im Wettrüsten der Dritten Liga fallen die Zugänge fast ins Nichts. Beispiel: Neusser HV, rein zufällig Ratingens Gegner heute Abend (20 Uhr) im ersten Auswärtsspiel der Saison. Der NHV hat nach dem Fast-Abstieg in der vergangenen Spielzeit fast keinen personellen Stein auf dem anderen gelassen und den Kader ziemlich aufgemotzt. Allein von Drittliga-Meister TuS Ferndorf kamen drei Leistungsträger, Marcus Bouali kam aus der Zweiten Liga und im Tor spielt mit Matthias Reckzeh nun der erfahrenste Schlussmann der Liga. Dazu kam noch Winter-Zugang Felix Handschke, der zuvor das Offensivspiel bei Absteiger Duisburg alleine am Leben erhalten hatte.

"In Neuss muss eine Leistungssteigerung her, wenn wir etwas holen wollen", betont Trainer Ratka. Denn beim Auftaktspiel gegen Varel lief trotz des Sieges noch lange nicht alles rund. Da ist die Baustelle auf Halbrechts, weil die Ratinger ohne Linkshänder in die Saison gehen. Dass im Verlauf des Spiels gar Rechtsaußen Mike Schulz sich im Rückraum versuchen musste, dokumentiert die Personalnot.

Normalerweise wäre das Linkshänder-Problem verkraftbar, wenn wenigstens die andere Rückraum-Seite vernünftig funktionieren würde. Arthur Giela war im Auftaktspiel jedoch nah am Totalausfall und wird sich nach seiner langen Verletzung erheblich steigern müssen. Bauen können die Ratinger jedoch auf ihre Abwehr: "Es hat sich gezeigt, dass wir eine gute Deckung stellen können", sagt Ratka. Was gegen eine aufgemotzte Neusser Mannschaft nicht verkehrt ist.

Quelle: RP
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