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Lokalsport
Sportkegler gehen in Oberthal unter

Heiligenhaus. Die Niederlage war eingeplant - doch sie war noch schmerzhafter als gedacht.

Auch in dieser Saison war für die Sportkegler Heiligenhaus beim Deutschen Rekordmeister KF Oberthal nichts zu holen. Mit satten 5688:5206 Holz schickten die Saarländer die Mannschaft von Kapitän Marcel Grote wieder auf den 300 Kilometer langen Heimweg. Zusätzlich gab es noch die "Kegel-Höchststrafe" mit 57:21 Einzelwertungspunkten, welche ein deutliches 3:0 zur Folge hatten.

Dennoch gab es durchaus positive Ansätze: Der erste Block mit Kerim Demirbag (908 Holz) und Robin Holler (909 Holz) legte, für Heiligenhauser Verhältnisse furios los. Zum Vergleich: Beim ersten Heimspiel der Saison erzielten beide noch 50 bis 60 Holz weniger. Dennoch zeichnete sich die Überlegenheit der Oberthaler schon in diesem Block ab. Holger Mayer (976 Holz) und Jürgen Wagner (960 Holz) ließen sich von den guten Heiligenhauser Zahlen nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen und erkegelten einen spielentscheidenden Vorsprung von satten 119 Holz. Ab diesem Zeitpunkt war die Messe für die tapferen Heiligenhauser gelesen. Die Gastgeber boten ihnen nicht den Hauch einer Angriffsfläche. Weitere Zahlen weit über 900 fielen dann nur noch auf Oberthaler Seite (Im Schnitt über alle sechs Akteure bedeutete das 948 Holz pro Kegler). Die weiteren Zahlen von Ratzko (821 Holz), Detert (838), Simon (859) und Grote (871) brachten den Rekordmeister im weiteren Spielverlauf nicht annähernd ins Schwitzen.

"In Oberthal hat man als Gast nur eine Chance, wenn die Gastgeber unkonzentriert oder zwei, drei Spieler nicht ihre Weltklasse-Form abrufen und man selbst an dem Tag einen "Sahnetag" erwischt", macht Grote die Schwierigkeit des Unterfangens deutlich. Trotz der neuerlichen "Packung" ist der Kapitän weit davon entfernt schwarzzumalen: "Das ist kein Spiel, in dem wir punkten müssen. Unser Fokus lag auch schon vor dem Spiel auf dem kommenden Auswärtsspiel in Gelsenkirchen. Beim Aufsteiger erwarten uns ähnliche Kunststoffbahnen, so dass der Auftritt in Oberthal auch als Trainingseinheit gewertet werden durfte."

Als weiterer positiver Faktor kommt hinzu, dass Leistungsträger Daniel Mittelstädt erstmalig in dieser Spielzeit zur Kugel greifen wird: "Wir sind natürlich in erster Linie froh, dass Daniel und seine Frau Jenni gesunden Familien-Zuwachs bekommen haben. Umso mehr freuen wir uns aber auch aus sportlicher Sicht, dass er uns nach der abgesprochenen "Kurz-Elternzeit" in Gelsenkirchen wieder zur Verfügung steht." Im Spiel bei Union Gelsenkirchen wollen die Kegler des SK Heiligenhaus ihren ersten Auswärtspunkt erzielen, um den Anschluss an die ersten vier Plätze nicht zu verlieren.

(MK)
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