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Sportkegler "rocken" die Meisterrunde

Lokalsport: Sportkegler "rocken" die Meisterrunde
Die Heiligenhauser Sportkegler (v.l.): Robin Holler, Kerim Demirbag,Matthias Simon, Daniel Mittelstädt, Holger Parassini, Alexander Ratzko,Thomas Habeth und Marcel Grote. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. In Duisburg belegen die Heiligenhauser Platz zwei und gewinnen das Heimspiel - nun winkt die Vizemeisterschaft. Von André Schahidi

Die einen läuten mit Kuhglocken, die anderen tröten bei jedem gelungenen Wurf. 150 Zuschauer können einen Höllenlärm machen - selbst beim Kegeln. Draußen brutzelt der Grill, das Bier fließt bei den Fans schon ordentlich. "Die Stimmung ist schon bombastisch", sagt Marcel Grote. Aber es geht schließlich im Heljensbad zu Heiligenhaus um nichts weniger als die Deutsche Meisterschaft - und dort spielen die heimischen Sportkegler eine richtig gute Rolle.

Nachdem die Heiligenhauser den ersten Spieltag vor ein paar Wochen in Riol richtig versemmelt haben, trumpft das Team um Kapitän Grote am Samstag in Duisburg und Sonntag in der eigenen Anlage richtig groß auf. "Wir haben richtig gerockt", sagt Grote. Und das zurecht: In Duisburg belegten die Heiligenhauser den zweiten Rang hinter den Gastgebern und vor dem großen Favoriten Oberthal. Und das Heimspiel auf den eigenen Holzbahnen gewannen die Sportkegler deutlich und sehr souverän.

Vor allem Teamkapitän Grote lässt sich von der Stimmung offenbar anstacheln und wirft in der ersten Runde 932 Holz - eine Marke, die keiner der Konkurrenten an diesem Tag auch nur im Ansatz erreichen wird. 15 Mal in Folge räumte der Fußball-Torhüter der SSVg Velbert alle Neune ab. "Da wurde es links und rechts von mir schon mal ein bisschen ruhiger", sagte Grote schmunzelnd. Direkt nach der ersten Runde führen die Heiligenhauser somit schon mit gut 60 Punkten. "Das hat die anderen wahrscheinlich besonders motiviert", betont Grote. Denn Kerim Demirbag legte mit 889 Holz hervorragend nach, der Meisterrunden-Frischling Robin Holler, gerade erst 18 Jahre alt, verbuchte 879 Holz - den viertbesten Wert des Tages. "Robin hat überragend gespielt. Und das bei seinem ersten Play-off-Einsatz. Der Junge ist ein großes Talent. Aber bei uns ist an diesem Wochenende keiner wirklich schlecht gewesen", betont Grote. Selbst Daniel Mittelstädt, der auf der eigenen Bahn wohl noch nie so wenig Holz wie Sonntag (862) warf, war immer noch auf Platz elf aller angetretenen Aktiven.

Den Grundstein für den Erfolg legten die Heiligenhauser jedoch nicht beim erwarteten Sieg im eigenen Heimspiel. "Das war schon einkalkuliert, dass wir zu Hause gewinnen würden", betont Grote. Schließlich bedeutet das Spielen auf den eigenen, vertrauten Bahnen einen immensen Heimvorteil. Und die Duisburger gewannen ihr Heimspiel am Wedaustadion. "Doch dass wir Zweiter wurden, damit hätte ich niemals gerechnet", betont Grote. "Wir waren total stolz, da waren alle super konstant, keiner ist hinten abgefallen. Dabei haben wir eigentlich gedacht, dass wir auf den Kunststoff-Bahnen in Duisburg nicht so viel zu bestellen hätten."

Da es für den ersten Platz eines Spieltags vier (und für den letzten einen) gibt, haben die Sportkegler einen Spieltag vor Schluss gar noch die theoretische Möglichkeit, mit dem Abo-Meister Oberthal gleichzuziehen. "Das jedoch ist nicht drin. Auf der eigenen Anlage werfen die Oberthaler teilweise über 1000 Holz. Das ist schon krank", sagt Grote. Falls Oberthal erneut Meister wird und damit den 14 Titel holt, ist gar ein Eintrag ins Guiness Book of Records sicher. "Das ist nicht unsere Liga", sagt Grote. "Wir wollen in Oberthal den zweiten Platz holen. Dann wären wir Vizemeister - das wäre der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte."

Die Chancen dazu stehen nicht einmal schlecht. "Wir haben dieses Wochenende extrem konstant gekegelt", sagt Grote. "Bei den Duisburgern gibt es zwei, drei Jungs, die ein bisschen abfallen. Wir wollen auch am letzten Spieltag alles geben - wir sind heiß."

Quelle: RP
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