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Lokalsport
SSVg: Top hat noch eine Rechnung offen

Heiligenhaus. Das letzte Spiel gegen Nievenheim wurde von drei Roten Karten und einem Elfmeter überschattet.

Spricht man Deniz Top auf den VdS Nievenheim an, dann tobt der Heiligenhauser Fußballtrainer sofort. Drei Rote Karten und in der Schlussphase ein verweigerter Handelfmeter waren für seine SSVg in der letzten Saison dort im Hinrundenspiel zu verkraften und die Landesliga-Punkte blieben letztlich im Grevenbroicher Raum. Es gibt Spiele wie diese, die vergisst ein Fußballer nie. Am Sonntag geht es wieder nach Nievenheim, der Mannschaft um den Tiefenbroicher Sebastian Schweers. Der ist inzwischen der Kapitän, er traf in den acht Spielen bisher zweimal und würde bestimmt liebend gern wie im vorigen Herbst auch erneut treffen. Zumal um seinen Vater Jürgen herum bestimmt wieder einige Ratinger Fans als Zuschauer mitfahren.

Das freilich interessiert Deniz Top höchstens am Rande. Aus den letzten drei Spielen wurden sieben Punkte geholt, der Heimkomplex wohl abgelegt und diese stolze Serie soll nicht abreißen. Zumal Nievenheim als Drittletzter im Tabellenkeller steht. Für die SSVg wäre ein zweiter Auswärtssieg sicherlich der begehrte Sprung ins vorerst sichere Mittelfeld. Aber wie schon erwartet waren die Verletzungen, die sich die beiden Außenverteidiger Youssef El Boudihi, den alle in Heiligenhaus nur "Jupp" nennen, und Stefan Prengel aus dem Viersen-Heimspiel zuletzt schwererer Natur. Mit ihnen rechnet Top wohl kaum. Er erklärte aber, dass Halil Günes und Altan Top, die dafür eingewechselt wurden, an den Seiten ihre Aufgaben bestens erfüllt haben. Deshalb lässt er vielleicht seine Abwehr bewusst so stehen, die schließlich mithalf, dass die Punkte im Endspurt noch eingefahren wurden.

Spielführer Philipp Horn ist auf der Sechserposition in jedem Fall wieder dabei, wer weichen muss, wollte Top noch nicht sagen. Auch Muhammet Bayrak meldete sich fit zurück. Personalsorgen haben die Heiligenhauser jedenfalls kaum. "Uns ist ein guter September gelungen", so Top, "und der Oktober soll ähnlich verlaufen. Nievenheim wird das 1:4 zuletzt in Velbert noch schwer im Magen liegen und die kritische Tabellenlage kommt hinzu. Uns gelang zuletzt aber 90 Minuten andauernder Tempofußball und den streben wir auch diesmal an." Denn Platz zwölf, das ist noch nicht das, was man sich an der Talburgstraße vorgenommen hatte.

(wm)
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