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Lokalsport
Startklar: SG-Handballer geben wieder Gas für die Dritte Liga

Ratingen. Der Drittligist startet am Dienstag mit der zweiten Phase der Saison-Vorbereitung. Trainer Richard Ratka verspricht harte Arbeit. Nicht mehr dabei ist Nico Helfrich, der aus beruflichen Gründen geht. Von Michael Deutzmann

Die Premierensaison in der 3. Liga haben die Handballer der SG Ratingen nach einem durchwachsenen Saisonstart und trotz immer wieder auftretender personeller Probleme sehr erfolgreich hinter sich gebracht. Das Team von Trainer Richard Ratka konnte sich vorzeitig in Sicherheit bringen und als Achter sogar noch einen Platz in der oberen Tabellenhälfte ergattern. Die verblüffend ausgeglichene Bilanz führte 30 Spiele, 30:30 Punkte, 14 Siege und 14 Niederlagen (sowie zwei Unentschieden). Die Zahlen bringen allerdings keinen der Verantwortlichen auf die Idee, sofort an Höheres zu denken. "Wir haben unser Ziel, den Klassenerhalt, mehr als erfüllt. Trotzdem bleiben wir auf dem Teppich und verfolgen strikt unseren Fünf-Jahres-Plan", sagt SG-Manager Bastian Schlierkamp, der kühnere Erwartungen ablehnt.

Nach dem Urlaub nehmen die Ratinger die Vorbereitung auf die nächste Saison am Dienstag wieder auf. Verzichten muss Trainer Richard Ratka überraschend auf Nico Helfrich, denn der Rechtsaußen wechselt aus beruflichen Gründen zum Verbandsligisten HSV Dümpten. "Den hohen Aufwand für Drittliga-Handball kann ich nicht mehr tragen", sagt der 21-Jährige, "ich absolviere jetzt mein letztes Ausbildungsjahr. Das ist in meiner Situation wichtiger." Das Argument können die Ratinger nachvollziehen - und sie sind darum bemüht, Ersatz zu finden.

Insgesamt sieht sich der Vorjahres-Aufsteiger personell besser positioniert als bisher. Ein Grund: Als Verstärkungen kamen Simon Breuer (Rückraum-Mitte/TuS Ferndorf), Malte Jaeger (Tor/von der HSG Krefeld) und Yannick Eckervogt (Rückraum/vom Drittligisten Soester TV). Außerdem kehren häufiger verletzte oder angeschlagene Spieler in den regulären Trainingsbetrieb zurück. Der halblinke Rückraumspieler Arthur Giela war bereits beim Lauftraining in der ersten Vorbereitungsphase dabei, während Regisseur Dominic Kasal (beide Knieverletzungen) in Kürze zurückkehren wird. In beiden Fällen drohten viel längere Ausfallzeiten und bei Giela schien sogar einiges auf einen Kreuzbandriss hinzudeuten. Glück für die SG: Die Befürchtungen bestätigten sich in den Untersuchungen nicht.

"In Simon und Yannick haben wir zwei weitere Alternativen im Rückraum. Gerade in der Spielsteuerung können wir uns breiter aufstellen und wir haben nun zwei starke Torhüter", findet Schlierkamp. Breuer könnte am Anfang der Saison sogar doppelt wichtig werden - falls Kasal doch länger braucht als erhofft. Mathis Stecken (22) musste die Last auf dem Posten zwischen den Pfosten zuletzt oft alleine tragen. Nun steht der SG in Jaeger (30) ein drittliga-erfahrener Kollege zur Verfügung.

Trainer Richard Ratka macht klar, was auf die Mannschaft wartet: "Die Wochen bis zum Saison-Auftakt werden wie das zweite Jahr in der 3. Liga - intensiv, kräftezehrend und alles abverlangend." Der Meisterschafts-Start wird auch direkt eine Standort-Bestimmung, denn Ratingen bekommt es am 29. August (18 Uhr) mit der HSG Varel/Friesland zu tun. Der Auftakt-Gegner gehörte zuletzt noch zur Nord-Gruppe der Dritten Liga, ehe er in die Gruppe West versetzt wurde. Am Vorjahres-Zwölften wird Ratingen überprüfen können, ob es tatsächlich von Beginn an ein sorgenfreies Jahr planen - und vielleicht doch an ein bisschen mehr denken darf.

Quelle: RP
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