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Lokalsport
Stecken und der Pfosten retten die SG

Ratingen. Im Spiel zwischen dem VfL Gladbeck und der SG Ratingen waren beiden Teams gleich stark - weshalb es am Ende leistungsgerecht 27:27 (14:16) endete. Für die Gastgeber könnte das im Abstiegskampf zu wenig sein. Von André Schahidi

Die Szene war schon fast grotesk. Wenige Sekunden waren noch zu spielen im Drittliga-Duell zwischen den Handballern des VfL Gladbeck und der SG Ratingen, als Max Kroening zum Wurf ansetzte. Von den bis dahin 27 Gladbecker Treffern hatte er bereits 13 erzielt - und es hätte der Siegtreffer sein können. Doch SG-Keeper Mathis Stecken hielt den Wurf, der Ball prallte an den Pfosten, von da wieder an Steckens Fuß und dann nochmal an den Pfosten. Und dann war das Spiel aus: 27:27.

"Wir alle schauten uns irgendwie entgeistert an. War es das schon?", sagte Trainer Richard Ratka nach dem Spiel. "Das Remis war irgendwie unbefriedigend für beide." Für die Gladbecker ging es um's nackte Überlegen: Es war das letzte Heimspiel für den Viertletzten - ein Sieg musste her. "Die Stimmung in der Halle war unglaublich gut, Gladbeck hat aufopferungsvoll gekämpft", sagte SG-Außen Ben Schütte. "Bei uns merkte man jedoch, dass die richtige Kontentration nicht mehr da ist", sagte Ratka. "Wir haben manche Würfe genommen, die man unter richtigem Druck vielleicht ander gespielt hätte", gab Schütte zu. Und das machte Trainer Richard Ratka unzufrieden.

Das Spiel wogte hin und her. In der 21. Minute setzte sich Gladbeck, angeführt vom unglaublich torgefährlichen Kroenung, erstmals mit drei Treffern ab. Doch die SG schlug zurück. Fünf Tore in Folge drehten das Spiel - ein Vorsprung, der so bis zur Halbzeit anhalten sollte.

Nach der Pause überraschte Gladbeck die SG mit einer offensiven Deckung gegen Spielmacher Dominic Kasal, der bis dato gut gespielt hatte. Es dauerte ein paar Minuten, bis sich die SG darauf einstellen konnte. Nun ging es wieder hin und her, bis Gladbeck in der Schlussphase die Initiative übernahm. Es war René Zobel, der Ratingen mit einigen Treffern in Folge im Spiel hielt.

Dass Kroenings Treffer in der 55. Spielminute zum 27:25 jedoch gleich der letzte für die Gladbecker werden würde, war dann doch unerwartet. In der Schlussphase retteten Mike Schulz und Damian Janus noch das Remis - mit dem am Ende keiner der Beteiligten so richtig glücklich war. "Gladbeck hat extrem aufwendig gespielt, das hätten wir gerade in der Schlussphase noch besser ausnutzen müssen", sagte Trainer Richard Ratka. Und für die Gladbecker, die noch in Ferndorf antreten müssen, war das Remis im Kampf um den Klassenverbleib wohl zu wenig.

Immerhin hatten die Gastgeber Glück: Tabellennachbar und Konkurrent Duisburg ließ sich vom Tabellenletzten aus Wiesbaden 33:41 abschießen - und die Wiesbadener sind kommenden Samstag bei der SG zu Gast. "Die haben einen richtigen Lauf", betont Ben Schütte. "Das wird eine ganz schwere Nummer am Samstag." Nach sechs Punkten zur Winterpause haben die Wiesbadener nun immerhin schon 14 auf dem Konto. Ob das jedoch angesichts nur noch drei ausstehenden Spielen und fünf Zählern Rückstand reichen könnte, ist mehr als fraglich. Bei der SG werden sie indes noch einmal alles versuchen.

Quelle: RP
 
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