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Lokalsport
Talent Päffgen bleibt doch bei 04/19

Ratingen. Der Defensivspieler verlängert nach einem Missverständnis doch noch - der Kader des RSV ist somit extrem jung. Von André Schahidi

Manchmal hilft einfach ein klärendes Gespräch. Eigentlich war Ole Päffgen nämlich schon weg bei Ratingen 04/19. Anfang der Woche hatte der Vorsitzende Jens Stieghorst eine Pressemitteilung herausgeschickt, in welcher der 19-Jährige als "Abgang" mit Ziel unbekannt vermerkt war. "Das war alles ein Missverständnis", sagt Päffgen. "Wir haben da wohl ein wenig aneinander vorbei geredet." Denn nach weiteren Gesprächen mit Stieghorst und Trainer Karl Weiß hat der Defensivspieler seinen Vertrag beim Fußball-Oberligisten um ein weiteres Jahr verlängert.

"Ich fühle mich sehr wohl in Ratingen und wollte eigentlich bleiben", meinte Päffgen. "Wir hatten auch ein paar Fristen vereinbart, aber da gab es wohl ein Kommunikationsproblem. Gut, dass es noch geklappt hat." Das fand auch Stieghorst, der sich freute, dass Spieler und Vereine sich doch noch einmal zusammengesetzt haben.

Päffgen spielt seit Sommer 2016 für den RSV. Der ehemalige Stammverteidiger der A-Jugend von Bayer Leverkusen - wo er mit dem heutigen Bundesliga-Profi Benjamin Henrichs zusammen spielte - verpasste den Sprung nach oben. "Ursprünglich war der Plan, ein Jahr in Ratingen zu bleiben und zu schauen, ob ich mich danach eine Liga verbessern kann", sagt Päffgen. "Doch es gab keine Angebote aus der Regionalliga. Und da ich mich in Ratingen sehr wohl fühle, wollte ich auch nirgendwo anders hin."

Der RSV verpflichtete noch einen zweiten Spieler: Dylan Oberlies kommt von der U19 des Wuppertaler SV und ist ein linksfüßiger Innenverteidiger. Der beim VfL Bochum ausgebildete Solinger war beim WSV in den vergangenen anderthalb Jahren Stammspieler.

Mit Päffgen und Oberlies erhält die Abteilung "Jugend forscht" beim RSV nun wieder weiteren Zuwachs. Im Kader für die kommende Saison stehen zehn Spieler unter 20 Jahren - dazu kommen die ebenfalls noch sehr jungen Fatih Özbayrak, Timo Krampe und Phil Spillmann. Eine mutige Kaderzusammenstellung. "Wir wollen den jungen Weg gehen. Und da müssen wir auch konsequent sein", sagt Jens Stieghorst. "Wenn unsere A-Jugend die Saison als Vierter der Niederrheinliga beendet, haben die Stützen der Mannschaft eine Chance im Oberliga-Team verdient. Und die werden sie auch bekommen. Die ganzen Jungen werden definitiv keine Quotenspieler sein."

Ole Päffgen glaubt jedenfalls an eine erfolgreiche Saison. "Wir haben eine gute Truppe zusammen und können sicherlich erfolgreicher sein als in der Vorsaison", sagt er. Dafür wird es vor allem auf Trainer Weiß ankommen. Er muss mit den vielen jungen Wilden und mehr oder weniger erfahreneren Spielern wie Zugang Mark Zeh, Tim Manstein, Dennis Raschka, Erkan Ari oder Carlos Penan eine gesunde Mischung finden. Das ist dem 60-Jährigen in der abgelaufenen Saison allerdings hervorragend gelungen.

Zumal der RSV auf dem Spielermarkt noch nicht ganz fertig ist. "Wir werden sicherlich noch etwas machen", sagt der Vorsitzende Jens Stieghorst.

Quelle: RP
 
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