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Lokalsport
Tennis-Frauen ohne Chance beim "künftigen Meister"

Ratingen. Die Frauen des Tennis-Bundesligisten unterliegen in Regensburg 3:6. Der Klassenverbleib war schon sicher. Von Nils Jewko

Daniel Meier redete bereits im Vorfeld des Spiels des Ratinger TC (RTC) in Regensburg Klartext. "Ein Sieg wäre utopisch. Wir wollen uns gut verkaufen und so viele Punkte wie möglich holen", sagte der Manager des Tennis-Bundesligisten. Allzu viele Zähler wurden es am Ende dann aber nicht. Die Ratinger verloren als amtierender Deutscher Meister beim diesjährigen Titelanwärter mit 3:6 und kassierten nach der Auftaktpleite gegen Stuttgart ihre zweite Niederlage in dieser Saison.

In den Einzelspielen konnten Tamara Korpatsch mit einem 6:7, 7:5, 10:2 über Richel Hogenkamp und die Niederländerin Nicole Thijssen durch einen 7:5, 2:6, 10:4-Erfolg über die Russin Natela Dzalamidze eine frühe Vorentscheidung noch abwenden, ehe die Regensburger in den Doppelspielen schnell für Klarheit sorgten. Mit einem deutlichen 6:1, 6:2-Sieg gegen Sesil Karantcheva und Thjissen sicherten Julia Görges und die Tschechin Barbora Krejcikova den Gastgeberinnen den entscheidenden fünften Punkt. "Wir haben heute gegen den künftigen Deutschen Meister verloren und uns dabei achtbar aus der Affäre gezogen", resümierte Meier.

Zwei Tage zuvor konnte sich der Banker aber bereits über den vorzeitigen Klassenerhalt freuen. Mit einem 7:2 gegen Moers machte der RTC ein weiteres Jahr Bundesliga-Tennis am Götschenbeck perfekt. Dazu trug mit Elina Svitolina auch Ratingens Nummer eins ihren Teil bei. In ihrem ersten und auch letzten Saisonspiel bezwang die Ukrainerin Laura Pous Tio aus Spanien locker mit 6:2, 6:1 und gewann auch an der Seite von Karatantcheva ihr Match mit 6:2, 6:2. "Es ist immer schön für Ratingen zu spielen und heute habe ich auch noch eine wirklich gute Leistung gezeigt. Ich finde es toll, ein Teil dieses Teams zu sein", sagte die Ukrainerin, die sich nach ihrem Ausscheiden bei den French Open gegen Serena Williams auf den Weg nach Ratingen machte. "Sie hat viel Geld gewonnen und stellt sich dann spontan bei uns auf den Platz. Davor kann ich nur meinen Hut ziehen", sagte Meier.

Das musste der Manager auch vor der Leistung des Tabellenführers. Die Überlegenheit der Regensburgerinnen zeigte sich allen voran in den Einzeln von Lara Arruabarrena, Karatantcheva und Imke Küsgen, die ihre Partien chancenlos verloren. Nicola Geuer hatte hingegen im Match-Tiebreak das Glück nicht auf ihrer Seite und verlor gegen Krejcikova mit 5:7, 6:0, 10:6. Die Doppel schienen dann eine schnelle Angelegenheit für Regensburg zu werden, ehe das Duo Larsson/Hogenkamp bei eigener Führung (6:2, 3:2) verletzungsbedingt aufgeben musste und den Ratingerinnen damit den dritten Punkt bescherte.

Quelle: RP
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