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Lokalsport
Tiefenbroich: Sollziel längst erreicht

Tiefenbroich. Der ASV wollte nur Kreisligist bleiben. Nun kann er gar aufsteigen. Von Werner Möller

Seit 16 Jahren spielt der ASV Tiefenbroich in der Kreisliga A und Abstiegskämpfe waren über längere Zeiträume die Regel. Nun starten die Blau-Weißen am 28. Februar von Platz zwei aus in die Rückrunde. Tusa 06, der Tabellenführer, hat sechs Punkte Vorsprung. Da geht noch einiges für den engsten Verfolger, der sich immer noch gerne an die früheren glorreichen Bezirksliga-Zeiten erinnert. "Das Gute", sagt Manager David Ziegler, "ist doch, dass es bei uns überhaupt keinen Druck gibt. Die eingleisige Kreisliga A der kommenden Saison, die schaffen wir. Das war unser Nahziel. Wenn man aber als Tabellenzweiter in die Rückrunde startet, dann verachtet man auch den Meistertitel nicht."

Jeder im Dorf, der den dreifachen Familienvater kennt, weiß, wie gerne er seinen Club wieder in der Bezirksliga sehen würde. Am Kader hat er nichts verändert. "Spieler, die eine echte Verstärkung bedeutet hätten, waren nicht erkennbar", so Ziegler, "und für die Bank müssen wir keine Neuen holen. Unser Kader ist groß und auch stark genug, um eine beachtliche Rückrunde spielen zu können." So hat Trainer Andreas Kusel die zweitbeste Abwehr der Liga geformt, und auch die 31 Tore in den 13 Hinrundenspielen können sich sehen lassen. Nur Tusa 06 und Agon 08, auch eine Mannschaft, die aufsteigen will, trafen minimal besser.

Andreas Kusel ist mit kurzer Unterbrechung sieben Jahre im Amt. Schon im letzten Sommer hatte Ziegler reichlich viel Mühe, den 39-Jährigen zu überreden, es noch einmal eine Saison zu machen. "Aber für die nächste Spielzeit müssen wir uns einen neuen Coach suchen", sagt Ziegler, der auch im Beruf der Chef des Trainers ist. "Andreas bleibt uns aber erhalten, er wird sich der Jugendarbeit widmen. Sieben Jahre, das ist für jeden Trainer eine unendlich lange Zeit. Wir alle verstehen es, dass Andreas künftig kürzer treten möchte."

Eines ist klar, einen Ausrutscher dürfen sich die Blau-Weißen kaum noch erlauben. Nur noch Siege zählen, da Tusa wie auch erwartet kaum Punkte abgibt. Die beiden Spitzenclubs treffen am 10. April in der Flehe aufeinander. In Tiefenbroich siegte Tusa 2:1. Und auf diese Revanche freuen sich jetzt schon die Tiefenbroicher - sofern sie dann noch auf Tuchfühlung sind.

Quelle: RP
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