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Lokalsport
Turus mühsame Pokal-Vorbereitung

Ratingen. Der Fußball-Oberligist muss mehrere organisatorische Hürden überwinden. Von Manfred Johann

Die Turu trifft morgen(15 Uhr, Paul-Janes-Stadion) im Viertelfinale des Niederrheinpokals auf den Spitzenreiter der 3. Liga, den MSV Duisburg. Von vielen wurde diese Begegnung als Traumlos für den Düsseldorfer Amateurverein bezeichnet. Zum einen wegen des reizvollen sportlichen Vergleichs zum anderen aber auch, weil damit ein warmer Geldregen für die Oberbilker zu erwarten sei.

Für Gerd Westhoff sieht die Realität anders aus. Der zweite Vorsitzende des Oberligisten kümmert sich seit mehr als zehn Jahren um die organisatorischen Belange des Oberligisten und kann ein Lied davon singen, dass zuerst einmal ein beträchtlicher Arbeitsaufwand zu bewältigen ist, um diese Partie möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen. "Wir haben Erfahrung mit Spielen gegen Mannschaften, die viele Fans mitbringen. Die Polizei schließt die Austragung einer solchen Partie in unserem Stadion an der Feuerbachstraße kategorisch aus. Also müssen wir wieder einmal auf unseren direkten Heimvorteil verzichten und ins Paul-Janes-Stadion umziehen", schildert Westhoff den Beginn der umfangreichen Vorbereitungen.

Nach etlichen Telefonaten folgte eine Sicherheitssitzung, zu der rund 30 Personen eingeladen wurden. "Polizei, Ordnungsamt, Rheinbahn, DRK und Feuerwehr schickten Leute zu dieser Vorbesprechung", erzählt Westhoff. Sie alle äußerten Wünsche und Hinweise zum Ablauf des Pokalspiels. So wurde die Zahl der Ordnungskräfte auf 120 festgelegt. Sieben Kassen werden ab 13 Uhr geöffnet sein, um den Besuchern dort möglichst zügig Einlass zu gewähren. "Wir haben ungefähr 15.000 Euro Unkosten vor der Brust. Kommen 2000 bis 2500 Zuschauer sind die gerade gedeckt", skizziert Westhoff den Finanzplan. Mit einer Ausgabe kann er sich überhaupt nicht anfreunden. "Turu muss die Busfahrten der MSV-Fans vom Bahnhof zum Flinger Broich bezahlen", erklärt er verärgert.

Dass ein ähnlicher Aufwand durch einen Erfolg über die Zebras den Einzug ins Halbfinale und damit einen ähnlichen Aufwand bringen könnte, erwartet bei Turu niemand ernsthaft. Die Profis aus Duisburg sind zwar seit 280 Minuten in der 3. Liga ohne Torerfolg und seit drei Spieltagen ohne Sieg. Die zwei Klassen tiefer spielende Turu ist aber auch im Moment alles andere als in Bestform. Trainer Frank Zilles sieht das Spiel gegen den namhaften Gegner aus dem Ruhrgebiet so: "Gegen den MSV erwartet uns ein großes Spiel, das wir als Bonus betrachten. Vielleicht tut es uns ganz gut, wenn wir mal Abstand vom Liga-Alltag bekommen."

Quelle: RP
 
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