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Lokalsport
TuS Lintorf verliert wieder daheim

Lintorf. Für den Handball-Oberligisten ist es die vierte Pleite im vierten Heimspiel. Von Werner Möller

Wer nach dem Schlusspfiff des Oberliga-Heimspiels des TuS Lintorf gegen den TV Oppum noch eine Weile in der Halle blieb, der sah restlos niedergeschlagene Lintorfer Handballer, die entweder auf ihren Stühlen harrten oder auf dem Boden lagen. Die Blicke gingen überall ins Leere. Irgendwie konnten sie es noch immer nicht fassen, dass es erneut eine Niederlage gab - diesmal ein 25:27 (12:14) gegen den Tabellennachbarn aus Krefeld. Somit steht für den Aufsteiger vom Breitscheider Weg ab sofort knallharter Abstiegskampf auf der Agenda.

Kaum einer wollte sich nach der vierte Pleite im vierten Heimspiel und dem gleichzeitigen Fall auf den vorletzten Tabellenplatz zu Wort melden. Einzig Andreas Boes, der frühere Fußballtorwart, der nun beim TuS 08 die Statistik führt, traute sich aus der Deckung. "Die Mannschaft hat zwar alles gegeben, aber es hat einfach nicht gereicht", sagte er. "Wir können uns jetzt sämtliche Vorwürfe sparen, sondern müssen zusehen, wie wir da unten wegkommen. Alles andere zählt nicht." Auch Stefan Sossalla mochte zunächst nichts sagen, meinte dann aber doch: "Als wir Mitte der zweiten Halbzeit mit 15:16 dran waren, haben wir gehofft, Oppum noch zu packen. Aber auch diese Chance wussten wir nicht zu nutzen."

Dabei waren die Möglichkeiten riesengroß, doch sowohl Tim Bauerfeld als auch der beste Lintorfer Werfer Vincent Rose ließen ihre freien Tempogegenstöße ungenutzt.

In der Folge rächte sich die schwache Chancenverwertung, als die Gäste das Tempo wieder anzogen und spätestens fünf Minuten vor Schluss mit dem Treffer zum 27:23 für die Vorentscheidung sorgten. "Wir kamen einfach nie richtig ins Spiel", monierte Trainer Christian Beckers. "Oppum stand bisher in der Tabelle hinter uns, zeigte aber, was man mit viel Moral bewegen kann. Wir haben sie viel zu oft durch eigene Fehler zur zweiten Welle eingeladen. Zudem konnte ich nur acht gesunde Feldspieler einsetzen. Das war auch ein Grund dafür, warum es bei uns nie so lief, wie wir uns das vorher alle erhofft hatten." Unter anderem fehlten Beckers Daniel Ziebold, Christoph Lesch sowie Kreisläufer Matthias Friedrich.

Vielleicht kommt den Lintorfern die fast zweiwöchige Handballpause gerade recht, ehe es am 26. November zum sieglosen Schlusslicht TV Vorst geht. Der Druck ist immens. Immerhin tut sich der TuS 08 in fremden Hallen bislang leichter. Nicht umsonst wurden die beiden Saisonsiege auswärts geholt.

TuS 08: Töpfer, Voigtländer - Bauerfeld, Rose (5), Sossalla (5), Haverkamp (4), Feld (3), Löwenstein (3), Wettemann (4), Kropp (1), Ignerski. Zuschauer: 80.

Quelle: RP
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