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Lokalsport
TVA unterliegt dem Angstgegner

Angermund. Gegen die SG Überruhr verliert Angermund in eigener Halle 23:27. Von Werner Möller

Es gibt Gegner, die liegen einem nicht. Man bezeichnet sie gerne als Angstgegner. So etwas ist die SG Überruhr für den TV Angermund. Als Oberliga-Zweiter waren die Blau-Weißen in der Favoritenrolle, sie konnten dieser aber nie gerecht werden und am Ende stand eine klare 23:27-Niederlage. Schon zum Dritten mal in Folge konnte Überruhr damit am Freiheitshagen die Punkte entführen.

Überruhr spielte stark, was nicht überraschend kam, denn schon Lintorf und danach der Tabellenführer Königshof bekamen das zuletzt zu spüren. Und den Torjäger Tim Koenemann bekam der TVA nie in den Griff. Elf Bälle warf der vielseitige Allrounder, die sich häufig auf der linken Seite versteckt und dann zuschlägt, wenn niemand mit ihm rechnet, den Hausherren in die Maschen. Aber der Tabellenzweite hat insgesamt enttäuscht.

Das begann bei Schlussmann Matthias Jakubiak, der nie zur Normalform fand. Dass seine Vorderleute das Abwehrspiel erheblich besser gestalten können, darf keine Ausrede sein. Auch nicht zwei abgewehrte Strafwürfe, nur acht gehaltene Bälle sind einfach mager.

Beim Wechsel, es stand 12:13, meinte Rechtsaußen Nici Töpfer: "Diesen Halbzeitrückstand verkraften wir. Wir spielen jetzt stärker." Mit dieser Prognose lag der Linkshänder völlig falsch. Denn anschließend ging kaum noch etwas zusammen und bei 18:24 nach 50 Minuten war alles gelaufen.

Überruhr deckte vorzüglich, zwang den TVA ständig zu erfolglosen Verzweiflungswürfen. Dennoch keimte in der Endphase noch einmal gewisse Hoffnung auf, als bei 22:25 (57.) zweimal der starke Florian Hasselbach, Angermunds Bester, und Martin Gensch auf 23:25 verkürzten. Da war aber nur noch eine Minute zu spielen. Wirkliche Gefahr bedeutete auch dies nicht für die SG Überruhr.

Außer Hasselbach erreichte beim TVA, der im dritten Heimspiel seine zweite Niederlage bezog, keiner Normalform. Betreuer Wolfgang Friedrich: "Überruhr zog ein Klasse-Abwehrspiel auf. 23 Tore daheim, das ist zu wenig." Und dass kein Torwartwechsel vorgenommen wurde, erklärte er so: "Matthias von Högen aus der Reserve hätte aushelfen können, er ist aber zu unerfahren für diese Mannschaft." Simon Kalveram fehlte studienbedingt. Trainer Uli Richter: "Wir haben verdient verloren. Unser Angriffsspiel war arm an Elan, der Input zu wenig." Nächsten Samstag steht erneut ein Heimspiel an. Der MTV Dinslaken kommt (18.15 Uhr).

TVA: Jakubiak - Burns, Merten 4, Axning, Peter und Oliver Mentzen, Nils Thanscheidt 1, Gensch 6/1, Hasselbach 9, Brümmer 1, Töpfer 1, Björn Thanscheidt, Winter 1. Zuschauer: 126.

Quelle: RP
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