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TVR muss für den Aufstieg siegen

Lokalsport: TVR muss für den Aufstieg siegen
Trainer Ralf (2.v.l.) hat in dieser Saison eine außergewöhnlich große Chance auf den Aufstieg. RP-Archivfoto: blazy FOTO: Trimborn
Ratingen. An der Spitze der Handball-Verbandsliga ist es ziemlich eng. Der Tabellenzweite muss Sonntag nach Dümpten reisen. Von Werner Möller

Die Ratinger Handballfans verfolgen gebannt den Aufstiegskampf des Turnvereins. Die Grün-Weißen gingen als Vizemeister ins Verbandsliga-Rennen und allein dies machte sie bei weitgehend unverändertem Kader zum klaren Titelkandidaten. Aber nun zeigt sich der punktgleiche Tabellenführer SG Langenfeld II als ungemein beständig. Hinzu kommt die MTG Horst als Dritter im Bunde und einem Minuspunkt weniger. Viele bezeichnen diese Essener ohnehin als das beste Team der Verbandsliga.

Am Sonntagabend spielen die Ratinger bei der HSG Dümpten (17 Uhr, Boverstraße). Die Mülheimer sind Sechster, sie kommen oben nicht mehr heran. Sie können jetzt alles locker auslaufen lassen, jede Nervenbelastung gehört der Vergangenheit an, und dies kann die Ratinger Aufgabe erheblich erschweren. Im Hinspiel landeten sie mit dem 30:20 den zweithöchsten Saisonsieg und der muss bestätigt werden. Wobei es feststeht, dass die Ratinger auswärts oft größte Probleme haben, die sieben Verlustpunkte entstanden alle in fremden Hallen.

Dennoch spricht einiges auch in Dümpten für den Tabellenzweiten. Aus den letzten fünf Spielen wurden neun Punkte geholt und die Verfassung ist beachtlich. Die Mannschaft mit dem besten Angriff der Liga kann auch in den letzten Minuten ein Spiel noch drehen, Kettwig zuletzt bekam das zu spüren. Dennoch warnt Trainer Ralf Trimborn: "Dümpten hat in eigener Halle nur zweimal verloren, gegen die Spitzenteams von Langenfeld und Horst. Wir müssen also höllisch vor einem Ausrutscher aufpassen, hinzu kommt der bei uns völlig ungeliebte Sonntagabend." Siegen die Ratinger, dann ist der weitere Rückrundenverlauf an Dramatik nicht zu überbieten. Denn sowohl MTG Horst (24. März) als auch die Langenfelder Reserve (21. April) müssen noch an den Europaring. Es geht in Bestbesetzung in die Nachbarstadt.

Abstiegskampf pur steht für die TV-Reserve an. Die Truppe von Trainer Niklas Vogel, Landesliga-Zehnter, muss zum Vorletzten TG Cronenberg (Samstag, 17 Uhr, Raumerhalle in Essen). Die beiden Rivalen trennen nur zwei Punkte, Cronenberg hat das bessere Torverhältnis und den Ratingern droht so der direkte Kellersturz. Daheim wurde 31:24 gewonnen, aber das hat heute keine Aussagekraft mehr, wie Kreisläufer Sebastian Schäper es formuliert: "Cronenberg ist jetzt erheblich eingespielter und dass die uns unten reinziehen wollen, ist doch klar. Wir müssen den Schwung vom Kettwig-Sieg mitnehmen und wenn dann die Punkte im Gepäck sind, dann können alle tief durchatmen." Es fehlen Keeper Raphael Vorberg (Urlaub) und der am Knie verletzte Peter Remke. Der A-Junior Sebastian Götze rückt als zweiter Keeper nach.

Quelle: RP
 
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