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TVR steht vor schwerer Aufgabe

Lokalsport: TVR steht vor schwerer Aufgabe
TVR-Torhüter Tim Pawlik (hinten) profitiert sehr von der Arbeit von Trainer Manfred Köhler. FOTO: Blazy
Ratingen. Der geteilte Tabellenführer der Handball-Verbandsliga muss den Tabellendritten Horst Essen schlagen. Von Werner Möller

In der kommenden Saison ist Manni Köhler 50 Jahre dabei bei den Handballern von TV Ratingen. Der nun 76-Jährige war Handballer, Cheftrainer und ist seit langem als Ausbilder für die Torleute zuständig. Und die beiden, der erfahrene Tim Pawlik (33) und der junge Max Scholz (20) sind in glänzender Verfassung. "Sie haben uns in dieser Spielzeit schon manches Spiel gewonnen", werden sie von ihrem Coach gelobt. Wobei man, das werden Experten sagen, dieses auch erwartet von einem Handball-Keeper. Köhler: "Aber leicht ist meine Arbeit nicht. Die Jugend heute weiß alles besser. Es wird vieles hinterfragt. Aber egal, Scholz ist unglaublich eifrig im Training und Pawlik macht viel mit seiner Routine. Ich kenne ja beide von Kind an. Da weiß man genau, wie man seine Schützlinge anfassen muss."

Die Arbeit für dieses Trio hat sich noch erschwert, seit Cheftrainer Ralf Trimborn das komplizierte Angriffsspiel ohne Torwart einführte. Gedankliche Wachsamkeit ist oberstes Gebot, es muss blitzschnell in der gesamten Mannschaft reagiert werden. Aber auch hier sind unter Manni Köhler beachtliche Fortschritte zu erkennen und dessen Vertragsverlängerung war ohnehin nie ein Thema. Der frühere Straßenbau-Fachmann bestimmt selbst, wie lange er sich diesen Job noch antut.

Am Samstag kommt der Tabellendritte MTG Horst in die Europaringhalle (18 Uhr). Da wird die Verfassung der beiden Keeper wieder genau verfolgt, davon hängt viel ab. Das Hinspiel in Essen war für die Ratinger die Riesen-Enttäuschung dieser Spielzeit, Horst schoss sie 34:25 aus seiner Halle. Die mit Abstand bitterste Niederlage. Die darf sich nicht wiederholen, denn den Titelkampf in diesen letzten sechs Spielen machen die Ratinger als Verfolger und der Spitzenreiter SG Langenfeld II, beide sind punktgleich, unter sich aus. Da hofft jeder auf einen Ausrutscher des Rivalen, wobei die Langenfelder Aufgabe denkbar leicht ist, denn es ist der schwache und fast feststehende Absteiger RSV Mülheim zu Gast.

Ralf Trimborn ließ die Horster letzte Woche gegen Langenfeld (28:34) beobachten. "Erst in der Endphase hat sich Langenfeld mühevoll durchgesetzt und damit steht fest, dass es ein hartes Brot wird am Samstag", so der 52-jährige Wuppertaler. "Wer bei uns von einem Selbstläufer spricht, der träumt." Seine Truppe hat alle neun Heimspiele gewonnen, die Verfassung ist ordentlich und wer Meister werden will, der muss solch ein bedeutendes Heimspiel unbedingt gewinnen.

Nach diesem Spitzenspiel hat die TV-Reserve ihren Auftritt, sie erwartet in der Landesliga um 20 Uhr den einstigen Geheimfavorit Bayer Uerdingen. Die Gäste allerdings spielten in der Rückrunde zu formschwankend und kommen als Tabellendritter für den Meistertitel nicht mehr in Frage. Und die Ratinger, zuletzt beim Schlusslicht Fortuna endlich wieder siegreich, müssen als Viertletzter noch einiges einfahren, um dieses erste Jahr zu überleben. Es sind nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Tabellenkeller. Die TV-Damen, Verbandsliga-Zweiter, haben ebenfalls Heimrecht, sie erwarten um 16 Uhr den Tabellenfünften SSV Gartenstadt.

Quelle: RP
 
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