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Lokalsport
Vieles ist neu beim Trainingsstart von Ratingen 04/19

Ratingen. Der Fußball-Oberligist startete gestern in die Vorbereitung zur neuen Saison. Neu sind ein Co-Trainer und ein fester Team-Arzt. Von André Schahidi

Während sich die Spieler in blau und gelb auf dem Rasen abmühen, sitzt Peter Radojewski auf der Gegentribüne des Ratinger Stadions. Er rührt sich kaum, beobachtet nur. Eingreifen in das Trainingsgeschehen bei Ratingen 04/19 muss der Coach nicht. Denn dafür hat er einen neuen Assistenten: Nils Kretschmar, der vom FC Kray zum RSV kam. Der neue Co-Trainer hatte gestern seinen ersten Auftritt beim Fußball-Oberligisten zum Trainingsauftakt.

Radojewski freute sich. Nicht nur über seinen Co, sondern auch über das, was er auf dem Rasen sah. "Das sieht jetzt schon nach Fußball aus", sagte er nach dem ersten Trainingsspiel. "Ich merke, wir fangen nicht komplett bei Null an."

Das gilt nicht nur auf dem Rasen. Der neue Sportliche Leiter Karl Weiß krempelt gemeinsam mit dem RSV-Vorstand das halbe Umfeld des Klubs um. "Es muss professioneller werden", sagt Weiß. Angefangen bei der medizinischen Betreuung - und so stellte Präsident Jens Stieghorst den Ratinger Orthopäden Roland Strich als neuen Vereinsarzt vor, der erste Anlaufstelle für die Spieler sein soll. "Ihr und eure Körper seid unser Kapital", sagte Weiß den Spielern. "Daher ist eine gute Behandlung absolut notwendig." Zudem führen die Verantwortlichen aktuell Gespräche mit einem Physiotherapeuten, der gleichzeitig als Fitness-Trainer fungieren soll. Auch er schaute sich das Training gestern morgen im Stadion an - finale Gespräche folgen noch.

Zum spielenden Personal: Zu den ganzen Zugängen gesellten sich fünf Testspieler, die sich in den kommenden Wochen vorstellen dürfen. Notwendig wurde dies auch, weil ein bekanntes Gesicht fehlte. Orhan Dombayci zog eine Ausstiegsklausel und wird in die Regionalliga wechseln. "Das ist schade", sagt Stieghorst. "Aber Orhan war sehr offen zu uns und wir gönnen ihm sportlich natürlich nur das allerbeste."

Marvin Ellmann fühlte sich im Kreis seiner neuen Kollegen bereits pudelwohl. Der Stürmer aus Wuppertal ist der wahrscheinlich prominenteste Zugang des RSV, sofern man das bei einem Oberligisten sagen kann. Er traf in jedem Jahr für den Wuppertaler SV zweistellig. "Nur in der letzten Saison klappte es nicht so gut bei mir", sagte er. "Da kam ich nur auf zehn Tore und spielte nicht so viel. Mein Ziel muss es sein, mindestens 30 von 34 Spielen zu machen - und dieses Ziel nehme ich in Ratingen in Angriff. Ich freue mich auf die neue Saison und auf die Mannschaft." Vor allem freut sich Ellmann auf die kürzere Wegstrecke aus Duisburg.

Weiß und Radojewski hören solche Worte gerne. Jungs aus der Region wollten sie verpflichten, Jungs mit Ehrgeiz und Teamgeist. "Ich denke, wir haben eine gute Mischung", sagt Karl Weiß. Davon kann sich sein Trainer in der kommenden Woche überzeugen - da wird nämlich jeden Tag trainiert.

Quelle: RP
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