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Ratingen
Stadt erhält über Gewerbesteuer 20 Millionen Euro mehr als erwartet

Ratingen. Das ließ im Haupt- und Finanzausschuss merklich aufhorchen: Ratingen ist als Wirtschaftsstandort attraktiver denn je - und dies spiegelt sich auch in der Gewerbesteuer wider.

Kämmerer Martin Gentzsch hatte eine äußerst positive Nachricht mitgebracht: Die Einnahmen werden in diesem Jahr um 20 Millionen Euro höher sein als erwartet. Die Stadt liegt somit bei über 100 Millionen Euro - einer Summe, die man schon lange nicht mehr erreicht hat. Der oberste Kassenwart der Stadt hält den Ball aber flach und will den Gewerbesteueransatz für 2017 nicht ändern. Der Ansatz liegt für 2016 bei 88 Millionen, für 2017 bei 89 Millionen Euro. Der Rat hatte erstmalig einen Doppelhaushalt verabschiedet - und zwar für die Jahre 2016/2017 (die RP berichtete).

Eine große Belastung ist die Kreisumlage, die von 60 Millionen Euro (2016) auf 62 Millionen Euro (2017) steigen wird. Bereits im August hatte Gentzsch angekündigt, dass man einen ausgeglichenen Haushalt erreichen werde. Damals nannte er eine Mehreinnahme bei der Gewerbesteuer in Höhe von zehn Millionen Euro. "Insgesamt ist dies eine sehr erfreuliche Entwicklung", betonte der Kämmerer gestern auf RP-Anfrage. Die Mehreinnahme sei durch die unerwartet hohe Zahl von Nachzahlungen einzelner Firmen entstanden. Was mit dem zusätzlich eingenommenen Geld passieren soll, müsse der Rat entscheiden, betonte Gentzsch.

(kle)
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