| 00.00 Uhr

Ratingen
Stadt steckt in großer Personalnot

Ratingen. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch gehen die Führungskräfte aus. Von Norbert Kleeberg

Die Fraktionen hatten gestern Abend auf ihren Sitzungen vor allem ein Thema: die große Personalnot in der Stadtverwaltung. Fakt ist: Bürgermeister Klaus Konrad Pesch geht mehr und mehr das Führungspersonal aus. Nun will sich Personaldezernent Frank Mendack verändern und in seiner Heimatstadt Mülheim Kämmerer werden (die RP berichtete).

Ewald Vielhaus, Fraktionschef der CDU, sieht die Entwicklung auf den Führungsetagen mit großer Sorge. "Wir werden dieses Thema politisch aufgreifen", betonte Vielhaus. Die Personalmisere im Bauverwaltungsbereich gehört zu den größten Problemen: Zur Not müsse man Projekte und deren Abwicklung an andere Firmen vergeben, betonte Vielhaus, auch wenn diese Lösung letztlich teurer sei. Wie bereits berichtet, ist die Leitungsstelle beim Planungsamt immer noch nicht besetzt - eine Schlüsselstelle auch für Jochen Kral, den Technischen Beigeordneten.

Wie dramatisch die personelle Situation im Baubereich ist, belegt auch die Tatsache, dass die Sanierung des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums auf unbestimmte Zeit verschoben wurde - sehr zum Verdruss der Schüler, Lehrer und Eltern. Beigeordneter Frank Mendack bestätigte, dass sich er sich auf die freie Stelle in Mülheim beworben hat. "So wohl ich mich auch in Ratingen fühle, ist es natürlich eine ganz besondere Sache, in seiner Heimatstadt für einen solchen Posten in Betracht zu kommen", erklärte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Dass seine Wahl bereits beschlossene Sache sei, sei ihm allerdings unbekannt: "Ich bin ganz normal Teil des Bewerbungsverfahrens." Vor seinem Wechsel nach Ratingen, wo er neben der Kultur auch das Personalwesen und die Feuerwehr verantwortet, war Mendack Leiter des Büros der Oberbürgermeisterin in Mülheim.

In Mülheim gehören zu der ausgeschriebenen Stelle neben Finanzen zum Beispiel auch die Bereiche Immobilien und IT. Mendack hat seinen Chef Klaus Pesch frühzeitig über seine Wechselabsichten informiert.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Ratingen: Stadt steckt in großer Personalnot


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.