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Heiligenhaus
Stadt will ihre Parks vermarkten

Heiligenhaus: Stadt will ihre Parks vermarkten
FOTO: Blazy, Achim (abz)
Heiligenhaus. John-Steinbeck-Park, Hefelmann-Park und der Park ohne Namen locken nicht nur Genießer, sondern auch Vandalen an. Von Sandra Kreilmann

Für den einjährigen Lukas ist die rote Picknick-Decke eigentlich nur so was wie ein Start-Punkt. Mit außerordentlicher Ausdauer zieht es den jungen Mann, der seit einer Weile schon das Krabbeln für sich entdeckt hat, immer wieder auf die Wiese des John-Steinbeck-Parks.

"Wir leben in einer Wohnung ohne Garten und Balkon, da ist es toll, dass es in der Stadt jetzt immer mehr Grünflächen gibt, auf denen man mit dem Kleinen an die Luft kann."

Doch die Freude wird nicht nur am ersten wirklich sommerlichen Wochenende getrübt: "Scherben und anderer Müll, Hundekot, das findet man hier oft, auch auf Spielplätzen. Es ist doch schade, dass manche Menschen nicht sorgfältiger mit den Parks umgehen, die uns doch eigentlich allen gehören", bedauert Lukas' Mama. "Immer wieder hört man von Mitbürgern Beschwerden über die Stadtverwaltung, es fehle hier und da, aber das, was man hat, die Parks zum Beispiel, wissen dann einige nicht zu schätzen und verschmutzen es bewusst", ärgert sich die Mutter. Es sei traurig, dass es Menschen gibt, die keine Verantwortung mehr für ihre Umwelt übernehmen.

Der offizielle Bußgeldkatalog sieht für kleinere Abfälle wie Pappbecher, Zigarettenschachteln oder den Inhalt eines Aschenbechers eine Bußgeld von bis zu 25 Euro. Auch Vandalismus und Schmierereien, zum Teil sogar verfassungsfeindlich, gibt es immer mal wieder zu entdecken.

Das Ordnungsamt ist dabei bemüht, schnell zu handeln. Auch Lärmschutz sei ein Thema. In den Stadtparks gilt die offizielle Regelung des Schallimmissionsschutzes der Nachtruhe, die gilt im Allgemeinen von 22 bis 6 Uhr.

Im kulturellen Geschehen sind die Stadtparks längst angekommen, so rücken sie immer stärker in den Fokus des Stadtmarketings. Der Arbeitskreis "Kultur und Gesellschaft" ist von Anfang an dabei und organisiert Veranstaltungen.

An der Namensgebung des John-Steinbeck-Parks war man aktiv beteiligt. Mit einem Fest zur Namensgebung wurde das gefeiert, es folgte das Open-Air-Kino mit dem Film "Pina". Regelmäßige Sommerfeste finden dort schon länger statt. "Natürlich auch in diesem Jahr", erklärt die Sprecherin des Arbeitskreises "Kultur und Gesellschaft" Ruth Ortlinghaus. "Im August werden wir hier feiern." Bereits Ende Juni wird der Hefelmann-Park zur Bühne. "Wir planen eine Veranstaltung, bei der es Musik und Schauspiel geben wird", so die Sprecherin.

Auf der dritten großen Grünfläche, dem noch namenlosen Park westlich der Kettwiger Straße, soll mit einem Fest der Sommer verabschiedet werden.

Quelle: RP
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