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Heiligenhaus
Stadt will mehr Wohnraum schaffen

Heiligenhaus: Stadt will mehr Wohnraum schaffen
Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Dörrenhaus in Hetterscheidt sollen unter anderem 50 Wohnungen entstehen. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Grün Selbeck, das letzte große Neubaugebiet, ist komplett vermarktet. Künftig geht es verstärkt um Lückenschlüsse. Die Nachfrage nach Wohnraum geht nicht zurück. Von Henry Kreilmann

Die Bauarbeiten für die beiden letzten Gewerbegrundstücke in Grün Selbeck sind in vollem Gange. Gebäudekonturen werden hier, östlich des Nahversorgungszentrums, langsam sichtbar, schon bald werden die Firmen einziehen können.

"Die Vermarktung des Gewerbeanteils des Mischgebietes Wohnen und Arbeiten in Grün Selbeck ist abgeschlossen", heißt es von den Planern. Bis auch die Firmen im neuen Gewerbegebiet "Innovationspark" endlich Einweihung feiern können, wird es aber noch einige Jahre dauern. Die Erfolgsgeschichte von Grün Selbeck ist dabei auch geografisch immer im Blick.

Die Vermarktung für Einfamilienhäuser war hier äußerst erfolgreich, ähnlichen Andrang wünschen sich die Planer auch für von Firmen für das neue Industriegebiet. Der große Vorteil des Areals: Nach Fertigstellung des A44-Lückenschlusses liegt es unmittelbar an der Autobahn; der Nachteil: die Topografie bedürfe besonderes Augenmerk. Derzeit durchlaufen die insgesamt fünf Bebauungspläne die notwendigen Schritte. Ein epochales Kapitel, wie es Bürgermeister Jan Heinisch nennt, es sei allerdings auch das letzte große Kapitel in diesem Ausmaß. Experten attestieren dem Industriegebiet nach Anschluss an die Autobahn sehr gute Vermarktungschancen, da unter anderem die Flächen im Raum Düsseldorf immer weniger würden. Innovative Firmen der Technologie-, Kommunikations- und Informationsbranche sollen angesprochen werden, um so eine Aufweitung des Branchenmixes zu erhalten, der dominiert wird durch Verarbeitendes Gewerbe der Schloss- und Beschlagindustrie.

Die Bauarbeiten für einen ersten Bauabschnitt an der Friedhofsallee könnten noch in diesem Jahr beginnen. Stärker in den Fokus der Stadtplanung wird der Wohnungsbau rücken. Eine Liste mit möglichen Wohnbaupotentialen hat Stadtplaner Siegfried Petersburs schon länger in der Schublade, nun werden die Pläne konkreter. So könnten Baulücken und leer stehende Firmengrundstücke den dringend nachgefragten Wohnungsbau befriedigen. Eine von mehreren Arealen bietet das Dörrenhaus-Grundstück in Hetterscheidt, auf dem derzeit bereits der Abriss stattfindet. Hier könnte ein Mischgebiet entstehen: "Auf dem Dörrenhaus-Grundstück könnte nicht-störendes Gewerbe und ein etwa 50 Wohneinheiten kombiniert werden." Die Nachfrage nach Einfamilien- und Doppelhäusern hält ebenfalls weiterhin an.

"Nachdem die Neubaugebiete Selbeck und Am Panoramagarten nahezu vollständig bebaut sind, Baulücken geschlossen wurden und andere Potentiale der Innenentwicklung aktiviert wurden, kann die Nachfrage derzeit nicht gedeckt werden", heißt es von der SBEG, der Stadt Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft Heiligenhaus. Abhilfe soll hier die die derzeitig landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Südring und Kurt-Schumacher-Straße schaffen, die bereits von der Regionalplanung als Siedlungsbereich vorgesehen.

Quelle: RP
 
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