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Sommertour
Abgeordnete besucht Ratinger Firma

Ratingen. Nicht nur der Präsident der deutschen Niederlassung, Yuji Suwa, sondern auch drei Industrieroboter begrüßten Kerstin Griese in der neuen Deutschland-Zentrale von Mitsubishi Electric in Ratingen. "Industrie 4.0" war eines der Themen, die Griese bei ihrem Besuch im Rahmen ihrer Sommertour ansprach.

"Wie beeinflusst die Digitalisierung die Arbeit der Zukunft?", fragte die Abgeordnete. Yuji Suwa erläuterte, dass Mitsubishi Electric bei der Gestaltung der "E-Factory", wie es in Japan genannt wird, durchaus beteiligt ist. "Wir sind der Gesellschaft verpflichtet", betonte er. Vizepräsident Frank Küper ergänzte seine Beobachtung, dass es Ähnlichkeiten zwischen der deutschen und japanischen Gesellschaft gebe und wies auf die demografische Entwicklung hin. "Die Digitalisierung kann in dieser Hinsicht vieles einfacher machen", so Kerstin Griese.

Mit mehr als 450 Arbeitsplätzen ist Mitsubishi Electric inzwischen ein großer Arbeitsgeber in Ratingen. Yuji Suwa sagte, dass der neue Firmensitz in Ratingen-Ost groß genug sei, um bis zu 750 Arbeitsplätze zu schaffen. Er plane, weitere Geschäftsfelder nach Ratingen zu holen. Kerstin Griese freute sich über diese Ankündigung und darüber, dass die Stadt eine so bedeutende japanische Firma beherbergt. Er fühle sich sehr wohl in Deutschland, antwortete Yuji Suwa, Sicherheit und Infrastruktur seien vorbildlich.

Georg Jennen, General Manager der deutschen Niederlassung von Mitsubishi Electric, unterstrich das gute Klima in dem Unternehmen. "Die japanische Kultur sorgt für einen respektvollen Umgang miteinander." Der Betriebsratsvorsitzende Günter Jentzsch wies darauf hin, dass alle Mitarbeiter am Gewinn der Firma beteiligt seien und bei guten Ergebnissen bis zu 2,4 Monatsgehälter zusätzlich gezahlt werden. Jentzsch sprach mit Griese auch über Neuregelungen bei der Rente. Bei Mitsubishi Electric, wo viele hochspezialisierte Fachkräfte beschäftigt sind, bestehe vermehrt der Wunsch, den Ruhestand lieber später zu beginnen. Kerstin Griese versprach, dass dies nach der Sommerpause in ihrem Bundestagsausschuss Thema sei. "Auch wegen des Fachkräftemangels ist es wichtig, dass ältere Beschäftigte mit ihrem Wissen den Unternehmen lange erhalten bleiben", so Griese, "wenn sie denn wollen." Sie geht davon aus, dass die Große Koalition dies durch bessere Zuverdienstregelungen attraktiv gestalten werde. "Da brauchen wir ein Umdenken", ist die SPD-Abgeordnete überzeugt.

Quelle: RP
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