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Heiligenhaus
Drei neue Ideen für das Vereinsleben

Ratingen. Dass sich in Heiligenhaus im Laufe des Jahres gleich drei neue Vereine gegründet haben, hat schon fast eine historische Dimension. Die Ideen dahinter sind grundverschieden.

Den Anfang machten im Frühjahr die Karnevalisten. Jennifer Butgereit hatte sich in einem Social-Media-Post über die an Rosenmontag leere Heiligenhauser Innenstadt geäußert und damit eine Welle losgetreten, die sie fast schon überrollte. Aus einer kleinen Initiative wurde der Verein "KG Heljens-Jeck Heiligenhaus/Rheinland", der sich seit dem 8. März dieses Jahres um die Wiederbelebung des Karnevalszuges für Heiligenhaus kümmerte. Erster großer Erfolg war das erste Hoppeditz-Erwachen in der Stadt am 11. November.

Einen Förderverein für das Heljensbad zu gründen, schwelte schon länger in den Köpfen Einzelner. Doch erst das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen des Freibades brachte den scheinbar geeigneten Anlass, endlich den Gedankengängen Taten folgen zu lassen. Rechtzeitig vor der Aktionswoche im August gründete man sich formal, es wurde das erste Informationsmaterial produziert. Oberstes Ziel des Vereins ist es, die Möglichkeit zum Schwimmenlernen und -lehren sowie zum Schwimmsport unter Breitensport- und Leistungsgedanken in Heiligenhaus zu erhalten. Außerdem habe Schwimmen als Freizeitgestaltung für alle Bevölkerungsschichten und insbesondere für junge Familien, die nicht zuletzt die Stadt Heiligenhaus als Wohnstandort ansprechen will, eine hohe Bedeutung.

Im Herbst war es der von außen entstandene Druck, Menschen zu helfen, der den dritten Verein innerhalb eines Jahres aus der Taufe hob. Heiligenhauser Schüler, zum Teil selbst mit Migrationshintergrund, wollten sich engagieren, den Menschen helfen, die in höchster Not ihre Heimatländer verlassen und in Deutschland Zuflucht suchen. In Zusammenarbeit mit den etablierten Hilfsorganisationen und Religionsgemeinschaften packen sie selbstlos an, wenn es darum geht, Wohnungen für Flüchtlinge zu renovieren, Möbel und elektrisches Gerät von A nach B zu transportieren, einfach nur ansprechbar zu sein für die Neuankömmlinge oder ihnen die Stadt zu zeigen. Das Engagement hat inzwischen auch dazu geführt, dass Aktive in den Nachbarstädten diesem Beispiel folgen wollen und sich Anregungen holen. Stefan Mülders

Quelle: RP
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