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Patenschaft
Eine Ära geht zu Ende - Patenboot Wiesel ist jetzt außer Dienst

Ratingen. Nach mehr als 42 Jahren endet die langjährige Patenschaft der Stadt Ratingen mit einem Schnellboot der Deutschen Marine. Bereits Mitte Dezember hieß es im Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock "Hol ein Flagge und Wimpel" für das Flugkörperschnellboot S79 Wiesel, kurz nachdem schon das Schwesterboot S72 Puma außer Dienst gestellt wurde. Der Geschwaderkommandeur FKpt. Rühmann hielt vorher noch eine Ansprache an die angetretenen Besatzungen der beiden Boote und der anwesenden Gäste, darunter viele ehemalige Kommandanten. Unter anderem erwähnte er die hervorragende Einsatzbereitschaft der Schnellbootfahrer in all den Jahren und insbesondere, dass der Wiesel mit 13 Monaten die längste Einsatzdauer aller Boote im Unifil- Einsatz vor dem Libanon hatte. Das Patenboot S79 Wiesel der Stadt wurde am 12. Juli 1984 in Kiel in Dienst gestellt. Das Vorgängerboot Wiesel war von 1961 bis 1984 in Dienst der Bundesmarine. Eine kleine Abordnung unter Führung des stellvertretenden Bürgermeisters Wolfgang Diedrich und des Vorsitzenden der Marinekameradschaft Admiral Graf Spee, Udo Franke, waren auf Einladung des I.WO Kpt.Lt. Schwefer bei der Zeremonie anwesend. Schon Wochen vorher wurden die beiden Boote im Marinearsenal Wilhelmshaven abgerüstet, das heißt die gesamte Bewaffnung wurde demontiert.

Nun werden sie erstmal an der Pier als Ersatzteillager für die verbleibenden Boote dienen.

Von einst zehn Schnellbooten im 7. Schnellbootgeschwader sind nun nur noch vier Boote im Einsatz, diese sollen nach Plan aber auch Ende 2016 außer Dienst gehen. Damit wäre die Ära der Schnellboote in einer deutschen Marine endgültig Geschichte.

Quelle: RP
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