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Lebenshilfe
Familienunterstützender Dienst mit neuer Leiterin

Ratingen. Seit November 2015 ist Sozialarbeiterin Stefanie Schröder (29) Leiterin des Familienunterstützenden Dienstes (FUD) der Lebenshilfe im Kreis Mettmann. "Der FUD hat das Ziel, Mütter und Väter zu beraten und zu unterstützen, damit sie den Alltag in der Familie entspannter gestalten können", so Schröder. Zur Entlastung aller Familienmitglieder übernehmen derzeit 90 Mitarbeiter des FUDs stundenweise die Betreuung der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, sorgen für Unterhaltung, Spiel und Spaß. "Die Betreuung wird den Bedürfnissen und der Behinderungsform des Kindes angepasst. Ob wir nun zu Hause in der Familie Brettspiele spielen, im Garten kicken oder Ausflüge in den Zoo machen - das kommt ganz auf die Wünsche des Kindes an", sagt Schröder. Das macht nicht nur den Kindern Spaß, sondern verschafft den Eltern auch einige Stunden Zeit, um sich auf sich oder die Geschwisterkinder zu konzentrieren.

Alle Betreuungsangebote können zum größten Teil über Pflegekassen oder die Eingliederungshilfe finanziert werden. "Oftmals wissen die Eltern gar nicht, welche Leistungen ihnen zustehen, dann informiere ich über die Finanzierungsmöglichkeiten", so Schröder. Sie möchte die Angebote 2016 ausweiten und startete gerade eine Umfrage, um den Bedarf der Familien zu ermitteln. In Planung sind eine neue Kindergruppe in Ratingen und gemeinsame Eltern-Kind-Angebote im Kreis Mettmann. In erlebnisorientierten und kreativen Aktionen haben die Familien die Möglichkeit, zu erfahren, dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind. Die Teilnehmer können eigene und familiäre Ressourcen neu entdecken und Bewältigungsstrategien für schwierige Zeiten finden. Die Leiterin freut sich auf viele interessante Begegnungen und Erfahrungen. "Davon können Kinder und Eltern profitieren." Darüber hinaus ist ein Geschwistertag geplant. Damit zukünftig noch mehr Familien unterstützt werden können, sucht die Lebenshilfe noch Mitarbeiter (aus dem gesamten Kreis Mettmann) für den FUD, die bis zu 20 Stunden im Monat tätig werden möchten. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Sie müssen flexibel sein und gut mit Kindern umgehen können. "Auch wenn wir uns freuen würden, wenn Profis im Umgang mit behinderten Kindern mit an Bord wären, ist jeder willkommen, ob er pädagogische Vorkenntnisse hat oder nicht", sagt Schröder. Fortbildungen und Schulungen finden regelmäßig statt. Wer selbst die Unterstützung des FUDs in Anspruch nehmen möchte, meldet sich montags bis freitags zwischen 8.15 und 16 Uhr in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe, Telefon 02102 55192-41, E-Mail stefanie.schroeder@lebenshilfe-mettmann.de.

Quelle: RP
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