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Ausflug
Husaren haben Spaß auf der Grünen Insel

Ratingen. Den Versuch, Dublin zu erkunden, ohne einen Pub zu besuchen, ist schon im Jahrhundertwerk "Ulysses" von James Joyce als fast unmöglich beschrieben worden. Der Anzeigenverkäufer einer Dubliner Tageszeitung legt im Roman rund 18 Meilen zurück, weswegen die Husaren dies erst gar nicht bei der Erkundung der vielen Sehenswürdigkeiten versuchten - 18 Meilen kamen trotzdem zusammen.

"What's the craig?" (Was ist los?) ist die Aufforderung, etwas Unterhaltsames bei Musik und einem Pint (0,57 l) zu erzählen. Zu Irland gehört natürlich das unvergleichliche Guinness, dessen Brauart die Husaren bei der Besichtigung des Storehouse kennenlernten und dafür ein Zapfdiplom erhielten.

Auf den Spuren des irischen Schriftstellers Bram Stoker wurde ein Quell seiner Inspiration zu dem Roman "Graf Dracula" besucht. In den Gewölben der St. Michans Church befindet sich eine Gruft, die bei einer gruseligen Führung besichtigt wurde - der bluthungrige Graf stieg aber nicht aus der Kiste. Neben diversen (auch halboffenen) Särgen sind Gebeine und Schädel zu sehen.

Von hieraus ging es zum Dublin Castle, in welchem 1907 die irischen Kronjuwelen gestohlen wurden. Im Nebengebäude befindet sich die Chester Beatty Library (Museum der Buchkunst), die unter anderem Papyrus-Schriften der Evangelien von Markus und Lukas um 200 n. Chr. verwahrt. Belesen und gelehrig geht es im Trinity College zu. Die alte Universität ist ein Muss für Besucher. Genauso wie das National Wax Museum mit dem ""Writers Room", das bekannte Figuren aus der Literaturszene zeigt.

Der Stadtteil Temple Bar grenzt an das Universitätsgelände. "Wie leicht sich's leben läßt" stammt aus Goethes Faust und spielt in Auerbachs Keller. Scheinbar studieren alle Iren deutsche Literatur. Die Party tobt nicht nur in den Pubs, sondern bei Livemusik auf den Straßen. Da Dublin weniger Regentage als Nizza vorweisen kann, geht es allerorten heiß her. Gut, wenn man da ein "pint beer" zum Abkühlen in der Hand hält.

Die Tour endete im ältesten Pub Irlands, dem "Brazen Head" von anno 1198. Die im TV laufende Rugby-WM begeistert die favorisierten Iren. Beim Spiel Frankreich gegen Neuseeland wurde mitgefiebert. Hiernach fand der Sieg der Neuseeländer ein "it was great craig."

Quelle: RP
 
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