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Stadthalle
Knabenchor singt am 23. Dezember

Ratingen. Wer vorzeitig den Mörder im kommenden Tatort ausplaudert, der hat Strafe verdient. Wer aber durchblicken lässt, dass "O du fröhliche..." die letzte Zugabe beim Weihnachtskonzert der Stadt am letzten Abend vor dem Heiligen Abend ist - der sollte keinen Ärger zu befürchten haben. Gehört dieses Lied doch zu den musikalischen Hits unter dem Christbaum wie "Stille Nacht" und möglicherweise auch "Es ist ein Ros' entsprungen", auf die niemand verzichten kann, dem Stimmung etwas bedeutet.

Die Planungen zum vierten städtisch unterstützten Konzert des Knabenchors Hösel zum Weihnachtsfest sind abgeschlossen, die Eintrittskarten zu 15, 25 und 30 Euro und die Plakate gedruckt, die 25 Jungen mit geschulten Stimmen kurz vor dem Aufgalopp. Es kann nicht nur, es wird Weihnacht werden - mit allem, was dazu gehört.

Schon in den letzten Jahren gab es immer eine Besonderheit zum Chorkonzert; diesmal sind es drei Lieder mit kölsche Tön', die dem Ganzen dann auch den Titel "Rheinische Weihnacht" verleihen dürfen.

Der Tenor Norbert Conrads, der von Wagner bis zu klassischen Musicals eine beachtliche Darbietungsbreite beherrscht, der in Köln mit den Göttern des Brauchtums aufgetreten ist und dort auch lange gewohnt hat - nun ist er nach einer Zwischenstation in Hösel in Breitscheid heimisch geworden - er singt "Du bes mi Leeve" sowie von den Bläck Fööss "En unserem Veedel" und "Unsere Stammbaum". "Er singt es klassisch", erklärt Knabenchor-Leiter Toralf Hildebrandt. Klassisch heißt in dem Fall, dass außer dem Knabenchor Hösel rund 20 Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker mit Streich-, Holz- und Blechblasinstrumenten begleiten. Und dass auch die Knabenchor-eigene portable Computer-Orgel zum Einsatz kommt. Sie wird von Torsten Göbel gespielt.

Die Titel des Konzerts in der Stadthalle, das um 20 Uhr beginnt, klingen den meist 700 Besuchern gut und gern im Ohr. Immerhin hatten die Höseler Sänger bei den vergangenen Weihnachtskonzerten schon dreimal volles Haus, "und sind", wie Kulturamtsleiterin Andrea Töpfer erklärt "ein Aushängeschild Ratingens". Der Termin setzt für die Jungen, die zwischen neun und 19 Jahren alt sind, den Schlusspunkt hinter fast zwei an Auftritten reiche Monte, bedeutet aber für ihr Publikum, dass die Vorbereitungen aufs Weihnachtsfest an diesem Vorabend wahrscheinlich abgeschlossen sein werden. Da lässt man sich doch gern von zweimal 45 Minuten Mozart und Schubert, Händel und Beethoven, Rabe und Praetorius erfreuen. Karten gibt es unter Telefon 550-4104 und -4105. gaha

Quelle: RP
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