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Musik
"Pianissimo"-Konzert in der Wasserburg

Ratingen. Fünf Studierende der Düsseldorfer Rober- Schumann-Hochschule aus der Klasse für Klavier von Barbara Szczepanska begeisterten das Publikum jetzt im voll besetzten Konzerthaus auf der Wasserburg.

Mit einem ausgefallenen Programm spannten sie einen Bogen von Bach bis Rachmaninoff. Georg Kjurdian, Bachpreisträger und als Stipendiat auf der Burg zuhause, eröffnete den Abend mit Präludium und Fuge mit präziser Technik und doch eigenem Ausdruck, bevor er später mit einer Ballade von Granados in die Spätromantik wechselte. Vitaly Zhalnerovich ließ mit der Sonate Nr. 13 die Zuhörer im Strom des großen Ausdrucks Beethovens treiben und meisterte den technischen Anspruch des virtuosen Charakterstücks Etude-Tableaux von Rachmaninoff. Der 18-jährige Chinese Jurong Gao, Preisträger des Schumann-Wettbewerbes 2015, verzückte die Zuhörer mit fließenden Arpeggien, die die Melodien der Etude Ricordanza von Liszt mit geschulter Fingerarbeit umspielte. Zu Vallée d'Obermann wurde Franz Liszt durch den Briefroman von Senancourt inspiriert. Von mächtigen Klangkaskaden zu melancholischen Passagen der Wehmut aus der Romanvorlage wechselnd, beeindruckte Katharina Yasova durch Virtuosität wie durch Einfühlsamkeit. Die Armenierin Ani Ter-Martirosyan setzte mit der Etude cis-moll von Skrjabin einen besonderen Akzent mit dynamischer Geschwindigkeit ohne die strukturelle Klarheit zu verlieren.

"Atemlos" ist diese Komposition überschrieben, und atemlos war auch das Publikum nach diesem pianistischen Feuerwerk von 50 Fingern auf 88 Tasten.

Quelle: RP
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