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Kultur
Ratinger Frauen Union auf den Spuren der Medicis

Ratingen. Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe "Dialog Wirtschaft, Kultur und Frauen-Politik" besuchten die Damen der Ratinger Frauen Union die Kunstsammlung des Derag Living Hotel "de Medici" im Herzen der Düsseldorfer Altstadt.

Die Kunsthistorikerin Lisa Kimura führte durch das exklusive Hotel, das sehr geschichtsträchtig ist. Als ehemaliges Kloster, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, in direkter Nachbarschaft zur Andreaskirche, beherbergte es viele Jahre den Jesuitenorden. Aber es diente später ebenso der Preußischen Regierung, der Polizei und als Sternwarte. Die Lobby des Hotels zeigt perfekte Kopien von Wandgemälden der berühmten Mitglieder der Medici Familie - darunter natürlich auch Anna Maria de Medici aus Florenz, die als Gattin des Kurfürsten nach Düsseldorf gekommen war. "Früher haben die Fürstenhäuser Europas durch Heirat Machtpolitik gemacht", erinnert Mechthild Stock, die FU-Vorsitzende. Auch die florentinische, mit Blattgold verzierte Stuckdecke in der Lobby lohnt einen Blick nach oben. Die noble Suite für prominente Gäste wurde passend zum historischen Ambiente nach dem Kurfürsten Jan Wellem benannt. Im Treppenhaus sind 80 Götterstatuen über mehrere Etagen hinweg aufgestellt. Auch der alte Klostergang wurde erhalten. Hier kann man alte holzgeschnitzte Heiligenfiguren sehen. Das Spa ist ganz in ägyptischem Stil gehalten mit beeindruckenden Wandfresken aus der Pharaonenzeit. Kurios war auch eine umfangreiche Spazierstock-Sammlung mit Exponaten aus den verschiedensten Epochen. Die Besichtigung des Hotels war ein interessanter Einblick in Kunst und Kultur verschiedenster Epochen unter frauenpolitischen Aspekten. Denn die Darstellung der Frau in der Kunst ist äquivalent zur Stellung der Frau in der Gesellschaft. Und die dargestellten Frauen haben es gut verstanden, sich durch Haltung, Kleidung und Symbole machtvoll in Szene zu setzen.

Quelle: RP
 
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