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Heiligenhaus
Stadtmarketing ist großes Kino - und mehr

Heiligenhaus: Stadtmarketing ist großes Kino - und mehr
Freiluftkino- hier im Steinbeck-Park - ist eine der erfolgreichsten Ideen des Stadtmarketings. Heiligenhaus ist "Filmschauplatz NRW". FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Eine Erfolgsstory hält seit 20 Jahren an: Die Arbeitskreise und ihre Angebote sind fest im öffentlichen Leben verankert. Von Paul Köhnes

Autofahrer brauchen sich in diesen Tagen auf ihren Wegen durch Heiligenhaus nicht allzusehr anzustrengen, um auf einen attraktiven Termin zu stoßen: In der Stadt hängen Plakate aus, die auf das Bürgerfest am kommenden Samstag im John-Steinbeck-Park hinweisen. Es wird der zweite Programmpunkt an einem Tag, der schon morgens im Waldhotel unter besonderen Vorzeichen beginnen wird: Das Stadtmarketing feiert 20-jähriges Bestehen.

Von Bürgern für Bürger heißt die Devise der Aktiven im Stadtmarketing Heiligenhaus. Eine Devise, hinter der seit 20 Jahren mehr steckt, als die Vorbereitung geschmackvoller Feste. Hans O. Rasche, vor zehn Jahren verstorbener Gründervater und langjähriger Inspirator des Stadtmarketings, fasste den Ansatz in eine nur scheinbar simple Frage zusammen: "Was kann ich für meine Stadt tun?"

Dieser Frage gehen inzwischen fünf Arbeitskreise nach: Kultur und Gesellschaft, Handel, Industrie-Gewerbe-Dienstleistung, Handwerk sowie Gastronomie - das ist das Themenspektrum, das André G. Saar vom Rathaus aus moderiert. Er kann sich aber - am augenfälligsten dokumentiert das der Arbeitskreis Kultur und Gesellschaft seit langem, auf tatkräftige und einfallsreiche Mitglieder stützen. Die Stadt hat das längst erkannt und anerkannt. Es dürfte kein Zufall sein, dass mit Rolf Watty und Ruth Ortlinghaus zwei Vordenker dieses Arbeitskreises bereits mit höchsten Auszeichnungen der Stadt bedacht wurden.

Am Anfang der Arbeiten stand eine ausführliche Bestandsaufnahme. Sie mündete ein in "Szenarien zur Stadtentwicklung", ein Leitbild. Es enthielt Zusammenstellungen des best- und des schlechtmöglichsten Falles einer solchen Entwicklung.

Daran dachte man zu einer Zeit, als Kiekert noch mitten in der Stadt produzierte, als es keine Westfalenstraße, keinen Hefelmannpark und keine Hochschule gab. Das Stadtmarketing hat diese Entwicklungen vielfältig genutzt und mitgeprägt. Rolf Watty hat sein eigenes Engagement anlässlich der Auszeichnung mit der Schlotschmetmedaille so bescheiden wie präzise umschrieben: "Ich freue mich darauf zu sehen, wie die Stadt in fünf Jahren aussehen wird."

Nun steht als nächstes also wieder Feiern auf dem Programm. Der Geburtstag wird mit einem großen Bürgerfest am Samstag, 26. September ab 19 Uhr im illuminierten Steinbeck-Park, In der Blume, begangen. Der citynahe Erholungsort liegt direkt gegenüber dem Immanuel-Kant-Gymnasium (Herzogstraße 75) mit reichlich Parkplätzen.

Ambiente und Programm bieten eine Prise Romantik. Etliche uralte Bäume werden angestrahlt und 50 Fackeln unterstreichen das besondere Flair der grünen Oase.

Der kurze Auftakt beginnt spektakulär mit dem Schlagzeug-Ensemble der städtischen Musikschule. Lehrer und Schüler der Institution stimmen in der Band "Flyin' Tunes" mit Melodien aus Rock und Pop und Medleys aus Filmserien auf das eigentliche Konzert des Abends ein. Die bekannte Essener Band "Small is beautiful" umrahmt mit zauberhaften Klangwelten das Highlight des Festes: Die feurigen und schaurigen Schauspielszenen des Theaters "Feuervogel".

Quelle: RP
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