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Heiligenhaus
Stadtwerke übernehmen Strom-Netz

Heiligenhaus: Stadtwerke übernehmen Strom-Netz
Neues Personal und neue Aufgaben für die Stadtwerke (von links): Stadtwerke-Chef Michael Scheidtmann, Ernst Fischer, Thorsten Sennhenn, Nicole Hoffmann. FOTO: Blaz
Heiligenhaus. Die städtische Tochtergesellschaft wird ab dem kommenden Jahr Komplettversorger in Heiligenhaus sein. Von Sandra Kreilmann

Vorbei sind die Zeiten, als Laternenanzünder durch die Städte streiften und noch per Hand die Straßenlaternen anzündeten. In den Städten sorgt längst Strom für Licht auf den Straßen. Ab dem kommenden Jahr werden dann die Heiligenhauser Stadtwerke, als hundertprozentige Tochter der Stadt, nicht nur für Wasser und Gas zuständig sein, auch das Strom-Netz wird ab dem 1. Januar 2016 in der eigenen Verantwortung liegen. Und das bedeutet auch, dass die Straßenbeleuchtung in die Zuständigkeit der Stadtwerke fällt.

In Heiligenhaus sorgte seit Mitte der 1990er Jahre RWE für den Strom. In einem Stromnetz, das Heiligenhaus bereits vor 20 Jahren erwarb und an den Energiekonzern verpachtete. Im April 2014 wurde die notwendige Konzession erteilt. "Eine epochale Veränderung für unsere relativ kleinen Stadtwerke", findet Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. Denn was das bedeutet, ist ein großer Schritt: Somit wird der über 100 Jahre alte Betrieb zum Vollversorger. "Wir schaffen das", ist die Devise des Bürgermeisters und des Stadtwerke-Teams rund um dessen Chef Michael Scheidtmann. Planung von Versorgungsbaumaßnahmen aus einer Hand werde künftig die Koordination weiter verbessern. Um den neuen Herausforderungen gewachsen zu sein, wird dabei auch das Personal aufgestockt.

Mit Sylvia Bienert wurde auch im Hinblick auf die Veränderungen im Stromnetz bereits zu Anfang dieses Jahres die neue technische Betriebsleiterin eingestellt. Ihr folgen nun noch drei neue Gesichter, die die Stadtwerke-Mannschaft dann von 45 Mitarbeitern (inklusive dem Bad-Team) auf insgesamt 49 Köpfe erweitern. Geht es nach Chef Scheidtmann, könnten das bald auch schon 50 sein. Bereits seit dem frühen Herbst arbeitet sich Ernst Fischer ein. Der Netzmeister Fachrichtung Strom ist seit 28 Jahren in dem Bereich tätig und wird verantwortlich sein für den Strombereich, insbesondere die Straßenbeleuchtung. Nach seiner Tätigkeit auf Norderney bringt er viel Erfahrung mit, die, so Scheidtmann, sehr wichtig für den Aufbau dieser Sparte ist. Unterstützt wird er fortan an von Elektromeister Thorsten Sennhenn. Im Bereich Dokumentation wird Vermessungstechnikerin Nicole Hoffmann die personelle Kapazität in dieser Abteilung verdoppeln.

"Wir sind froh, so gute Leute gefunden zu haben, denn der Markt ist hier stark ausgedünnt", freut sich Scheidtmann. Gute Leute sind auch wichtig, um das Projekt erfolgreich werden zu lassen - für die Stadt als Eigentümer der Stadtwerke eine Prestigesache. "Wir werden stark in das Stromnetz investieren, denn je besser und moderner, desto besser funktioniert es", erläutert Heinisch. "Die Stadtwerke werden dann Schnittstelle in all diesen Bereichen für den Bürger sein. Kurze Wege sind das Stichtwort", so Scheidtmann. Auch den Blick in die Zukunft wagt der Bürgermeister und hat den Breitbandausbau im Blick. "Auch wenn wir im Bereich Tiefbau mit Dienstleistern zusammen arbeiten, werden wir auch den Breitbandausbau im Blick behalten."

Quelle: RP
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