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Serie Echt Schön (6)
Stark und straff mit sanften Bewegungen

Ratingen. Nicht nur Ausdauersport schärft die Silhouette. Pilates, Yoga und Thai Chi bringen Körper und Geist nachhaltig in Form. Von Valeska von Dolega

ratingen "Ich mache jeden Tag eine Stunde Pilates", erklärte Ex-Fußballer David Beckham der britischen Boulevardzeitung The Sun. Ebenso schwören Richard Gere, Cindy Crawford, Sarah Jessica Parker und Co. auf die Kraft aus der Mitte. "Das macht einen super Training-Effekt", schwärmt auch Alex Heinicke.

Sie muss es wissen, sie ist schon lange als Trainerin beim TV Ratingen, unter anderem um Power-Work outs zu leiten. Seit zwei Jahren unterrichtet sie Pilates. "Den Sport habe ich lieben gelernt", erklärt die Mutter von zwei Kindern, die die Übungen anfangs belächelte und jetzt als "ganz schön knackig" bezeichnet. Das Geheimnis der Methode liegt darin, dass der ganze Körper einbezogen wird, wie die 35-Jährige erklärt. "Die saubere Ausführung ist das A und O", Basis dafür sind sieben Prinzipien, bei denen die Zentrierung im sogenannten Powerhouse zusammen mit den Muskeln rund um Wirbelsäule und Beckenboden eine ganz wesentliche Funktion haben. Parallel dazu wird die Atmung gezielt eingesetzt. "So werden Übungen je nach Level intensiviert", vor allem aber die Entspannung gefördert.

Die durchtrainierte Mitte sorgt nicht nur für eine straffe Silhouette, sondern auch für eine gesunde Haltung. "Meistens gehen wir eher krumm durchs Leben, der Körper verkümmert unter der Bewegungsarmut." Ein wesentlicher Unterschied zur guten alten Gymnastik, wie sie unsere Mütter noch turnten, ist die "konzentrierte, gezielte Durchführung". Vor allem die Rücken- und Bauchmuskulatur wird so gleichzeitig gedehnt und gekräftigt. Kurzum: Pilates fördert eine gesunde Körperhaltung, stärkt die Tiefenmuskulatur und hilft gleichzeitig bei der Stressbewältigung. "Mit Zeit, Ruhe und Geduld sind die Leute dann ganz bei sich. Das hat sehr wohltuende Effekte."

Die kennt Hobby-Sportler Thorsten Böhmer von einer weiteren Methode schonender Speck-weg-Attaken namens Yoga. "Das sind so Posen für jedermann", beschreibt er die Auftakt-Übungen "Baum" und "Schulterbrücke". "Atme tief und gleichmäßig und forciere nichts. Mit etwas Geduld lassen sich die Positionen zunehmend länger halten." Der Clou ist, dass Yoga immer wieder neu erfunden wird. Bedingt durch immer neue Fitness- und Wellnesstrends haben sich in den vergangenen 40 Jahren neben den traditionellen Formen verschiedene neue Stile herausgebildet. "Körperbetonte Yogastile fördern Kondition und Leistungsfähigkeit, meditative die geistige Ausgeglichenheit", weiß Diana Grohler. Seit 2006 führt sie eine eigene Yoga-Schule. "Yoga ist kein Sport, sondern eine uralte indische Philosophie. Übrigens ist Pilates aus Yoga entstanden", klärt sie ihre Sicht der Dinge. Von sanft bis anstrengend sei alles dabei, was für ein Plus an Energie sowie Vitalitätsverbesserung sorgt.

Wem es wirklich darauf ankommt, Pfunde zu schmelzen, sollte regelmäßig joggen und Krafttraining absolvieren. Wem es neben der inneren Reinheit auch um die innere Kontur geht, kann sich mit Formen wie Thai Chi in Form bringen. Das ist in seinem Ursprungsland China Volkssport und bei uns auch trendy. "Eine Bewegungsform und Gymnastik, die mit seinen fließenden, harmonischen Bewegungen Geist und Körper fördert", wie Peter Jußenhoven sagt. Seit 15 Jahren unterrichtet er die Methode. "Jede der ursprünglich als Kampfkunst entwickelten, in Zeitlupe absolvierten Bewegungen fordern die Muskeln rund um die Wirbelsäule heraus" Dabei gerät man wenig ins Schwitzen, tut aber Gutes. Vor allem, wenn man schön Luft holt. Denn die mit den Bewegungen synchronisierte Atmung steigert den Effekt.

Quelle: RP
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